Zaragoza gegen racing: zwei stürmer treffen öfter als ganze mannschaft

28 Tore hat Andrés Martín plus Asier Villalibre allein erzielt – der komplette Kader des Real Zaragoza steht bei 27. Die Rechnung liefert den Knalleffekt vor dem Spitzenspiel am Sonntag und erklärt, warum der Racing de Santander als Tabellenführer in La Romareda antritt.

Die angst vor dem duo

Die angst vor dem duo

David Navarro kann die Statistik nicht wegdiskutieren. Sein Team kassierte zuletzt vier Gegentore gegen Albacete, ist seit fünf Partien ohne Nuller und muss nun dem Angreifer begegnen, der in fünf der letzten sechs Spiele traf. Andrés Martín jagt seine 19. Saisonpremiere, während Villalibre nach seiner Sprunggelenksblessur wieder ins Training eingestiegen ist. Der Baske wartet seit 30. November auf sein nächstes Tor – und genau das macht die Lage brisant: Selbst ein angeschlagener Stürmer, der seit Wochen nicht mehr traf, übertrifft mit zehn Treffern fast jeden einzelnen Zaragoza-Akteur.

Die gute Nachricht für die Hausherren: Die Defensive des Racing ist kein Bollwerk. 36 Gegentore kassierten die Kantabrier, Zaragoza kommt auf 35. El Yamiq kehrt nach Gelb-Sperre zurück, Dani Gómez hat in den vergangenen zwei Spielen zweimal eingeschlagen. Die Formkurve zeigt nach oben, der Gegner präsentiert sich verwundbar.

La Romareda wird 28 000 Anhänger beherbergen, die wissen: Ein Sieg rückt Zaragoza auf Relegationsplatz zwei. Eine Niederlage würde die Lücke auf neun Punkte zum Spitzenreiter aufreißen. Die Uhr tickt, die Saison neigt sich dem Ende zu, und ein einzelnes Duell könnte die Richtung vorgeben.

Der Trainerstab hat die Videoanalyse bereits abgeschlossen. Die Lösung liegt nicht in der Taktik, sondern in der Effizienz: Wer die ersten zwanzig Minuten übersteht, ohne einen Gegentreffer zu kassieren, bekommt den Glauben zurück. Wer früh trifft, zwingt Racing in eine emotionale Reaktion. Die Zahlen sprechen klar – und sie sprechen gegen den Favoriten.