Wnba schlägt kapazgrenze um 367 % hoch – erste millionengehälter in sicht

Die WNBA hat den Handel ihrer Geschichte geschlossen. Drei Tage nach der mündlichen Einigung legen Liga und Spielergewerkschaft WNBPA den Siebenjahresvertrag offen – und der lässt die Gehaltsstatistik explodieren. Die Teamdeckung springt sofort von 1,5 auf 7 Millionen US-Dollar, das individuelle Maximum von 200 000 auf 1,4 Millionen. Das bedeutet: Die besten Athletinnen des Kontinents können erstmals in ihrer Heimliga Millionenverträge unterschreiben, ohne ins Ausland reisen zu müssen.

Warum der deal jetzt kommt und warum er cathy engelbert rettet

Commissioner Cathy Engelbert spricht von einem „Meilenstein“, doch dahinter steht monatelanger Machtkampf. Nach der Finals-Saison 2024 hatten Stars wie Napheesa Collier ihr öffentlich „Fahrlässigkeit“ vorgeworfen; die Vorwürfe gipfelten in dem Satz: „Caitlin sollte dankbar sein.“ Jetzt dreht sich das Blatt. Die Spielerinnen bekommen nicht nur mehr Geld, sondern erstmals eine echte Umsatzbeteiligung. Steigen die Einnahmen der Liga, steigen automatisch auch ihre Gehälter – ohne neue Verhandlung.

Die Mechanik ist einfach: Prozentualer Anteil am Wachstum statt fester Deckel. Das treibt die Löhne nach oben, selbst wenn die TV-Quote nur leicht zulegt. Für die Franchise-Chefs bedeutet das Risiko, aber auch ein Signal: Investitionen in Marketing und Talente zahlen sich doppelt aus – über mehr Zuschauer und niedrigere Personalkosten, weil Top-Spielerinnen keine zweiten Jobs in der Türkei oder China mehr anstreben.

Die gewinner und die stimmen hinter dem deal

Die gewinner und die stimmen hinter dem deal

Nneka Ogwumike, Präsidentin der WNBPA, verkündete die Einigung in Midtown Manhattan. Neben ihr stand Breanna Stewart, die mit Nyara Sabally und Leonie Fiebich 2024 den Titel holte. Stewart sagt: „Jede bekommt jetzt das, was sie verdient – und noch mehr.“ Das klingt nach PR, ist aber bitter nötig. Denn während die NBA-Männer seit Jahren Rekordverdiensten hinterherjagen, schlitterte die WNBA in eine Abwärtsspirale: Spielerinnen trainierten im Winter in Europa, kehrten erschöpft zurück, Verletzungen häuften sich.

Mit dem neuen Vertrag fällt diese Zwangsmigration weg. Die Saison startet planmäßig am 8. Mai, und wer bis dahin unterschrieben hat, kann sich auf Basketball konzentrieren – nicht auf Nebenjobs. Die Ratifizierung gilt als Formsache; 90 Prozent der Spielerinnen stimmten bereits in einer Urabstimmung zu.

Die Liga feiert sich, doch der wahre Test kommt 2026, wenn die erste Anpassungsklausel greift. Dann zeigt sich, ob das Geschäftsmodell Frauen-Basketball so robust ist, wie Engelbert es prophezeit. Bis dahin heißt es: Abwarten, dribbeln, Kasse machen – und endlich mit dem gleichen Selbstbewusstsein auftreten, das die Stars auf dem Parkett längst haben.