Westbrook landet auf nat-geo-liste der 33 weltenretter
Russell Westbrook schreibt nicht nur NBA-Geschichte, er schreibt jetzt Zukunft. Der 38-jährige Point Guard der Sacramento Kings steht auf der brandneuen „33 for 33“-Liste des National Geographic – neben Klimaökologen und Meeresschützern, als einziger Profisportler.
Die Begründung: Seine Stiftung Why Not? verwandelt vergessene Viertel in South L. A. in Gründerhub für saubere Technologie. Solarcontainer auf ehemaligen Parkplätzen, Coding-Kurse in umfunktionierten Containerclassrooms, Mikrokredite für Start-ups, die Batterien aus alten E-Bikes recyclen. Er will 2028 ein klimaneutrales Los Angeles, bevor die Olympischen Spiele die Stadt in die Welt setzen.
Triple-double gegen den smog
Westbrook liefert nebenbei noch 15,2 Punkte und 6,6 Assists pro Partie – genug, um die jungen Kings mit seinem berüchtigten Tempo mitzuziehen. Die Statistik dahinter: 198 Play-off-Triple-Doubles, 194 Regular-Season-Siege durch seine Assists, fünftbester Passgeber aller Zeiten. Die Zahlen sind sein zweites Sprachrohr.
Doch die echte Überraslung steht in einem Lagerhaus nahe der Florence Avenue. Dort hat LACI – das Los Angeles Cleantech Incubator – gemeinsam mit seiner Foundation ein Pilotprojekt gestartet: Arbeitslose Teenager bauen aus Schrott E-Scooter, gelernte Klempner montieren Wärmepumpen, und alles wird finanziert durch Merchandise-Umsätze seiner Why-Not?-Caps, die inzwischen Kult in der Sneaker-Szene sind.
„Ich will nicht, dass unsere Kids 2030 noch vom Smog wach werden“, sagte Westbrook vor zwei Wochen bei der Pressekonferenz, die sonst nur Trainer und GMs ertragen müssen. „Sport verbindet, Klima auch. Warum nicht beide Weltrekorde brechen?“

Vom unbeliebten teamkollegen zum umwelt-mvp
Die Medien malten ihn jahrelang als impulsiven Einzelgänger. Paul George outete sich kürzlich als Gegenstimme: „Russ kennt jeden Mitarbeiter mit Vornamen, fragt nach den Familien, zahlt ungefragt Rechnungen.“ Auch Alex Abrines schwärmt: „In meiner Depression lag ein Paket aus L. A. vor meiner Tür – Headset, Trainingshandschuhe und ein Zettel: ‚Why not come back stronger?‘“
Die neue Image-Kurve spiegelt sich in seinem Gehalt wider: 5,6 Millionen Dollar Veteran-Minimum, dazu Bonuses für gespielte Minuten – Geld, das direkt in die Klimastiftung fließt. NBA-Ökonomen schätzen, dass er damit rund 12 Millionen Dollar Eigenkapital in grüne Tech-Start-ups lenken kann, bevor seine Karriere endet.
National Geographic wählte ihn aus 1.200 Kandidaten aus. Die Jury bewertete nicht nur Spenden, sondern messbare CO₂-Reduktion. Westbrook lieferte die硬 Facts: 140 Tonnen weniger CO₂ seit 2022, 3.000 installierte Solarpanels, 87 Schulungen pro Jahr. Die Zahl 33 ist Programm – wie die Gründer des Magazins 1888. Westbrook ist Träger Nummer 17 auf der Liste, eingereiht zwischen einer indischen Wasseraufbereiterin und einem brasilianischen Regenwald-Drohnenpiloten.
Sein nächstes Spiel ist am Freitag gegen die Warriors. Er wird im warm-up ein graues Shirt mit der Aufschrift „Clean Air Is a Triple-Double“ tragen – limitiert, online bereits ausverkauft. Der Erlös? Fließt in Luftfilter für Grundschulen im Zip-Code 90001. Warum nicht einfach mal den Smog blocken, statt nur Gegenspieler?
Die Uhr tickt. 1.380 Tage bis Olympia 2028. Westbrook will bis dahit die erste US-Großstadt mit Hausgarantie auf saubere Luft. Wenn es klappt, steht er nicht nur in den NBA-Büchern, sondern in den Geschichtsbüchern der Klimakämpfer. Warum nicht? Genau.
