Kompany schützt kane: „england sollte dankbar sein“

München – Die Luft knisterte auf der Pressekonferenz des FC Bayern vor dem entscheidenden Champions-League-Halbfinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain. Vincent Kompany, der Coach der Bayern, ließ einem pikanten Seitenhieb eines englischen Reporters keine allzu lange Zeit.

Die frage nach kanes formkurve

Die frage nach kanes formkurve

Der Reporter hatte sich gewagt, Harry Kane, den gefürchteten englischen Stürmer, in Frage zu stellen. Er suggerierte eine zunehmende Formschwäche gegen Saisonende, ein Vorwurf, der in der Fußballwelt oft mitschwingt. Kompany konterte prompt mit deutlichen Worten: „Sie haben es fast als Fakt dargestellt, also muss ich das akzeptieren. Aber dass er immer zum Saisonende hin ausgepowert ist, sehe ich nicht so.“

Kompany ließ es in sich. Er lenkte die Diskussion schnell auf Kanes Bedeutung für die englische Nationalmannschaft: „Ich denke, England kann sehr dankbar sein, dass Harry da ist. Ihr seid deshalb zwei Mal in Folge im Finale der Europameisterschaft gewesen und bei großen Turnieren weit gekommen.“ Diese Aussage war mehr als nur eine Antwort auf die Frage – es war eine klare Verteidigung seines Spielers und eine subtile Kritik an der englischen Presse.

Die Torquote des Angreifers in der laufenden Saison spricht für sich: 54 Tore in 47 Pflichtspielen, zusätzlich sieben Vorlagen. Zahlen, die selbst eingefleischte Kritiker verstummen lassen sollten. Kompany betonte die Belastung durch die Champions League: „Die Champions League ist der schwierigste Wettbewerb, den es zu gewinnen gibt. Dort spielt er gegen die besten Spieler. Da ist es normal, dass es im Laufe einer langen Saison härter wird.“

Es ist offensichtlich, dass Kompany Kanes Einfluss auf das Spiel des FC Bayern schätzt und ihm viel zu verdanken weiß. Die kommenden Partien, insbesondere das Duell gegen PSG, werden zeigen, ob Kane seine beeindruckende Form in den wichtigsten Spielen der Saison bestätigen kann. Doch eines ist gewiss: Kompany wird ihm den Rücken freihalten und ihn verteidigen, wo immer es nur geht. Die Stärke des Teams liegt oft in der Unterstützung des Einzelnen – und Kompany verkörpert dies in seiner Rolle als Trainer.