Handball-drama in hannover: recken scheitern an flensburg!
Die TSV Hannover-Burgdorf ist ausgeschieden! Nach einem dramatischen Hin- und Rückspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt müssen sich die Recken aus der EHF European League verabschieden. Ein unglücklicher Start und weitere Patzer ließen die Hoffnung auf ein Wunder im eigenen Haus zunichte.
Chaos vor dem spiel: parkplatz-probleme ziehen sich durch das match
Schon vor dem Anpfiff sorgte eine kuriose Situation für Verwirrung: Der angedrohte Parkplatzmangel für die Spielerinnen und Spieler der TSV Hannover-Burgdorf. Der Landessportbund Niedersachsen verweigerte den Zugang zum gewohnten Parkplatz, angeblich aufgrund einer anderen Veranstaltung. Ein ärgerlicher Umstand, der die Anreise unnötig erschwerte und den Druck auf die Mannschaft zusätzlich erhöhte. Geschäftsführer Sven-Sören Christophersen kommentierte lakonisch: „Der LSB pocht auf sein Recht. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.“ Ob diese Umstände das Spiel beeinflusst haben mögen, bleibt Spekulation – doch ein Zeichen des Respekts gegenüber dem Gast fehlte allemal.
Das Hinspiel hatte mit einem fulminanten 39:39-Unentschieden für Hoffnung gesorgt, doch im Rückspiel konnten die Recken dieser Leistung nicht gerecht werden. Nach einer zwischenzeitlichen Führung in der ersten Halbzeit geriet Hannover ins Hintertreffen, ein Blackout ließ die Partie aus der Hand.

Steinhauser: „unfassbar bitter“ – flensburg dominiert die recken
Kapitän Marius Steinhauser sprach nach dem Spiel von einem „Blackout“ und einer „unfassbar bitteren“ Situation. Die TSV Hannover-Burgdorf verwarf zu viele Torchancen und ließ Flensburg zu viele einfache Treffer zu. „Wir haben viel Druck gemacht, aber Flensburg war da einfach besser“, konstatierte Trainer Juan Carlos Pastor nach der Partie. Leif Tissier, mit zehn Treffern bester Schütze der Recken, lobte zwar die „großartige Stimmung“ in der Halle, räumte aber ein, dass sein Team im entscheidenden Moment die Nerven verloren hat.
Die SG Flensburg-Handewitt präsentierte sich als eine klar überlegene Mannschaft und ließ keinen Zweifel am eigenen Anspruch auf den Einzug ins Final4. Mit einem deutlichen 43:35-Sieg im Rückspiel und einem Gesamtscore von 82:78 stellten die Norddeutschen die Weichen für den weiteren Verlauf des Wettbewerbs.
Trotz der Enttäuschung zeigte sich Tissier zuversichtlich: „Wir haben alles gegeben, kämpferisch kann man uns nichts vorwerfen.“ Und auch wenn die Niederlage schmerzt, so können die Recken dennoch stolz auf ihre Leistung in der EHF European League sein. Sie waren das erste deutsche Team, das in dieser Saison aus dem Wettbewerb ausschied, haben aber gezeigt, dass sie zu den besten Handballteams Deutschlands gehören.
Die EHF European League geht weiter, und die TSV Hannover-Burgdorf blickt nun nach vorne – zurück in die Bundesliga und auf die kommenden Herausforderungen. Es bleibt abzuwarten, welche Lehren aus dieser Niederlage gezogen werden und wie die Recken sich in der Zukunft präsentieren werden. Aber eines ist sicher: Der Handball in Hannover hat Zukunft!
