Wahi schießt sich zur em – und kritisiert ex-klubs!
Elye Wahi, der Leihgabe der Frankfurter Eintracht bei OGC Nizza, hat mit seiner deutlichen Kritik an seinen ehemaligen Vereinen Olympique Marseille und Eintracht Frankfurt für Aufsehen gesorgt. Der junge Stürmer vergleicht seine Situation in Deutschland mit der eines Lionel Messi und wirft beiden Klubs vor, ihm nicht genügend Zeit und Chancen eingeräumt zu haben, um sein Potenzial auszuschöpfen.
Ein wechselbad der gefühle: vom talent zum bankdrücker
Der 23-Jährige blickt zurück auf eine turbulente Zeit, die ihn vom vielversprechenden Nachwuchsspieler zum Spieler ohne Perspektive führte. In Marseille, so Wahi, erhielt er lediglich vier Monate, um sich zu beweisen – eine verkürzte Frist, die ihm den Start in die Bundesliga erschwerte. „In Deutschland habe ich eine andere Welt entdeckt, ohne die Sprache zu sprechen“, erklärt er in einem Interview mit L'Équipe. „Selbst Lionel Messi bräuchte Zeit, um sich zu akklimatisieren.“
Die Aussagen Wahi könnten als indirekte Kritik an Ex-Trainer Dino Toppmöller gewertet werden. Er erinnert sich daran, im Vorfeld der Saison in den Vorbereitungsspielen erfolgreich gewesen zu sein, bevor Burkardt den Vorzug erhielt. „Ich glaube, ich kann in Nizza beweisen, dass ich meine Chance nutze, wenn man sie mir gibt“, so Wahi, der sich in Südfrankreich neu beweist.

Pokalheld und em-hoffnung: wahi blüht in nizza auf
Die Bilanz spricht für sich: In 15 Pflichtspielen für Nizza erzielte Wahi sieben Tore und bereitete zwei weitere vor. Er war maßgeblich am Vormarsch des Teams beteiligt, das sich dank seiner Treffer von einem Abstiegskandidaten zu einem Pokalfinalisten gegen RC Lens entwickelte. Seine Leistungskurve ist steil nach oben gerichtet.
Wahi blickt optimistisch in die Zukunft und erinnert sich an Spieler wie Hatem Ben Arfa, Valère Germain und Mario Balotelli, die in Nizza zu neuem Leben erwachten. „Ich wusste, dass ich Spielzeit bekommen würde. Ich kannte die Ligue 1“, so der Stürmer. Und tatsächlich scheint er genau das zu tun: Er hat sich in den Fokus der ivorischen Nationalmannschaft gespielt und hofft nun auf eine Nominierung für die Weltmeisterschaft im Sommer.
Für die Eintracht bedeutet das eine mögliche finanzielle Entschädigung. Nach Ablauf der Leihe im Sommer könnte der Verein den Angreifer für eine Millionensumme abgeben – ein durchaus attraktives Angebot angesichts seiner aktuellen Leistungen.
Die Geschichte von Elye Wahi ist eine Geschichte von verpassten Chancen, neu gewonnener Selbstbestimmung und dem unbedingten Willen, sich zu beweisen. Ein Spieler, der in Frankfurt vielleicht unterschätzt wurde, entpuppt sich in Nizza zum gefürchteten Torjäger.
