Utah kassiert späten k.o. – colorado schon im playoff-himmel

Salt Lake City – 59 Minuten lang roch Utah Mammoth noch nach Sieg, dann knallten Anaheim zwei Mal ein und rissen John-Jason Peterka die Matte unter den Schlittschuhen weg. Die 1:4-Heimpleite schmeckt wie altes Bier, doch die Playoffs sind noch nicht abgehakt.

Peterka legt auf, utah stolpert über den schlussakkord

Dylan Guenther nutzte die Vorlage des deutschen Nationalspielers nach 120 Sekunden, es war Peterkas 22. Assist dieser Saison – und lange genug, um die Fans in ein erstes Jubelstampfen zu versetzen. Doch die Ducks antworteten mit dem Temperament eines Teams, das seit Wochen auf der Kippe steht. Ryan Poehling glich aus, Alex Killorn drehte vor der zweiten Pause das Blatt, und als Utah in der Schlussoffensive alles auf eine Karte setzte, schlugen Cutter Gauthier und Mikael Granlund in leerem Kasten zu. 78 Punkte stehen weiter auf Utahs Konto – genug für Platz neun und die erste Wildcard, aber Seattle, Calgary und Minnesota haben zwei, teils drei Spiele in der Hinterhand. Die Luft wird dünner, und Trainer André Tourigny wusste nach dem Abpfiff nur eins zu sagen: „Das Einzige, was mir nicht gefiel, war das Scoreboard.“

Lo que nadie cuenta ist die Tatsache, dass Utah in den letzten sieben Partien fünfmal als Verlierer die Eisfläche verließ. Die Trefferquote im Powerplay ist seit Mitte März gesunken, die Scheibenverluste in der neutralen Zone gestiegen. Statistiker würden sagen: kein Zufall. Spieler sagen: Pech. Realist sagen: Trend.

Colorado schreibt geschichte – als erste 100-punkte-franchise

Colorado schreibt geschichte – als erste 100-punkte-franchise

Während in Utah die Köpfe rauchen, feiert Colorado bereits den Einzug in die Meisterrunde. Die Avalanche zerlegten Chicago 4:1 und sind damit das erste Team, das die 100-Punkte-Marke knackt. Drei Niederlagen hatten zuvor den Eindruck erweckt, Denver sei nur menschlich – doch Mikko Rantanen und Nathan MacKinnon erinnerten die Blackhawks binnen 11 Schussen daran, warum sie zum engeren Favoritenkreis auf den Stanley Cup zählen. Saisonende ist am 17. April, zwei Tage später beginnt das große Fischessen. Colorado ist bereits am Tisch, Utah muss noch um die letzten Plätze pokern.

Die reguläre Saison endet am 17. April, zwei Tage später beginnen die Playoffs. Die Finalserie findet im Juni statt. Und wer bis dahin nicht dabei ist, kann seine Schlittschuhe einmotten. Für Peterka und Co. heißt es jetzt: letzte Atemzüge richtig einsetzen – oder die Sommerpause beginnt früher als geplant.