Sinner vor dem historischen triumph: kann er in rom geschichte schreiben?

Rom bebt! Jannik Sinner steht kurz davor, eine Leistung zu vollbringen, die nur Novak Djokovic ihm bisher gelungen ist: den Career Golden Masters zu gewinnen. Das Foro Italico könnte zum Schauplatz eines historischen Moments werden, wenn der Weltranglistenerste sein bisheriges Meisterwerk krönt.

Die jagd nach dem letzten fehlenden puzzle

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Nach Siegen in Paris (2025) und den beeindruckenden Erfolgen in Indian Wells, Miami, Monte Carlo und Madrid dieses Jahres, fehlt Sinner nur noch der Triumph in Rom, um den Career Golden Masters abzuschließen. Eine Leistung, die in der Tenniswelt seinesgleichen sucht. Nur Novak Djokovic, der diesen Triumph bereits zweimal feiern durfte, steht ihm in dieser illustren Riege gegenüber.

Doch die italienische Hauptstadt hat dem jungen Star lange keine einfachen Zeiten beschert. Im Vorjahr scheiterte Sinner bereits im Finale an Carlos Alcaraz, und die „Curse“ des italienischen Tennis in Rom, die seit Adriano Panatta's Sieg 1976 andauert, lastete schwer auf den heimischen Fans. Kann Sinner nun das Ruder herumreißen und endlich den Bann brechen?

Ein Debüt, das in Erinnerung bleibt: Bereits 2019 feierte Sinner sein Debüt in Rom, damals noch als 17-jähriger Wildcard-Spieler. Sein Sieg über Steve Johnson (1-6, 6-1, 7-5) war ein Versprechen für die Zukunft, bevor er in der dritten Runde gegen Stefanos Tsitsipas unterlag. Seitdem hat Sinner beeindruckende 28 ATP-Titel gewonnen, darunter vier Grand-Slam-Titel und neun Masters 1000-Turniere – verteilt auf Miami (zwei Titel), Indian Wells, Monte Carlo, Madrid, Kanada, Cincinnati, Shanghai und Paris.

Die Bilanz spricht für sich: Sinner hat sich zu einer dominanten Kraft im Welttennis entwickelt. Doch in Rom, vor den Augen der eigenen Fans, muss er nun beweisen, dass er auch unter dem immensen Druck bestehen kann, der mit der Erwartungshaltung einhergeht. Die Frage ist nicht, ob Sinner das Potenzial hat, Geschichte zu schreiben, sondern ob er die mentale Stärke besitzt, um den letzten, entscheidenden Schritt zu meistern.

Die Augen der Tenniswelt sind auf Rom gerichtet. Kann Jannik Sinner den Traum vom Career Golden Masters Realität werden lassen und endlich das italienische Tennis aus der langen Durststrecke befreien? Die Antwort wird sich in den kommenden Tagen auf dem Foro Italico zeigen.

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