Deutsches handball-festival im mai: drei bundesligisten im final four!
Die Handball-Fans in Deutschland können sich auf ein hochkarätiges Finalwochenende freuen! Zum ersten Mal seit langer Zeit qualifizieren sich gleich drei Teams der Bundesliga für das prestigeträchtige Final Four der European League, auch bekannt als WINAMAX EHF Finals.

Ein deutsches duell, drei sieger
Nachdem bereits vor dem Viertelfinale feststand, dass mindestens ein Bundesligist um den Titel kämpfen würde – dank des Duells zwischen Hannover und Flensburg –, ist die Freude nun um ein Vielfaches größer. SG Flensburg-Handewitt, THW Kiel und MT Melsungen haben sich gegen starke europäische Konkurrenz durchgesetzt und buchen ihre Tickets für das Finale in Hamburg.
Die Ausgangslagen der deutschen Mannschaften waren nach den Hinspielen denkbar unterschiedlich. Während das deutsche Duell Flensburg gegen Hannover in einem spannenden 39:39 Unentschieden endete, konnte sich Melsungen einen Fünf-Tore-Vorteil für das Rückspiel sichern. Dem THW Kiel hingegen blieb ein Rückstand von drei Toren aus Kroatien.
Flensburg verteidigt den Titel: Das Rückspiel gegen Hannover begann für die Gäste vielversprechend, doch ein fulminanter 8:1-Lauf der SG kurz vor der Halbzeit brachte die Vorentscheidung. Mit einem 5-Tore-Vorsprung wurden die Weichen gestellt, den die Mannschaft um Lasse Möller in der zweiten Hälfte weiter ausbaute. Am Ende stand ein verdienter 43:35-Sieg für Flensburg, die damit als amtierender Meister erneut um den Titel kämpfen werden. Die SG beeindruckte in dieser EHF European League Saison mit einem Torschnitt von 35,85 Treffern pro Partie und stellte zudem einen neuen Viertelfinal-Torrekord auf.
Kiel kämpft sich ins Finale: Die Aufgabe für den THW Kiel war alles andere als einfach. Mit einem Drei-Tore-Rückstand aus Nasice mussten die Norddeutschen vor eigenem Publikum überzeugen. Und das taten sie von Beginn an. Johansson und Zerbe waren die prägenden Figuren, die mit ihren acht bzw. sieben Treffern zur 17:15-Halbzeitführung beitrugen. Nach einer zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Führung gelang es den Kroaten, den Rückstand nochmal auszugleichen, sodass die Entscheidung im Siebenmeterwerfen fallen musste. Wolff und Perez de Vargas hielten ihre Nerven, und der THW triumphierte mit 34:29 und darf weiter von einem Titel träumen.
Melsungen überrascht: Auch die MT Melsungen gehört zu den Final Four-Teams. Nach einem überzeugenden 28:23-Heimsieg gegen den FC Porto im Hinspiel, tat sich die Mannschaft von Roberto Garcia Parrondo im Rückspiel deutlich schwerer. Eine 12:9-Halbzeitführung und ein Sechs-Tore-Rückstand im zweiten Durchgang machten das Spiel zur Nervenstat. Doch mit einem glücklichen 23:19 im zweiten Durchgang schafften es die Melsunger, das Unentschieden im Gesamtscore zu erreichen und sich damit als drittes deutsches Team für das Final Four zu qualifizieren.
Montpellier komplettiert das Feld: Während die deutschen Teams sich in packenden Duellen durchsetzten, stand Montpellier bereits nach dem Hinspiel mit einem Fuß im Viertelfinale. Nach einer 27:24-Niederlage im Rückspiel gegen Vardar Skopje war der Einzug ins Final Four dennoch sicher.
Das Final Four der EHF European League verspricht Handball auf höchstem Niveau und wird sicherlich für spannende Momente sorgen. Deutschland ist mit drei Teams bestens vertreten und kann optimistisch in die Endrunde blicken.
