Gut-behrami: karriereende doch noch nicht in sicht?

Ein Schock für die Skigemeinde, eine Überraschung für die Fans: Lara Gut-Behrami, die eigentlich zum Ende der Saison ihre Karriere beenden wollte, hält sich vage, ob ihr letztes Rennen bereits bestritten wurde. Der Kreuzbandriss im Training in Copper Mountain hatte alles verändert, doch nun scheint sich ein Comeback abzuzeichnen.

Die schweizerin spekuliert über ihre zukunft

Die schweizerin spekuliert über ihre zukunft

Die dreifache Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin äußerte sich anlässlich ihres neuen Kurzfilms „Semplicemente Lara“ in einem Interview mit „Blick“ ungewiss. Nach ihrem Sturz in den USA und der darauffolgenden schweren Verletzung, die ihr eigentlich das Ende ihrer Karriere hätte bedeuten können, erklärte sie: „Ob ich mein letztes Rennen schon gemacht habe oder nicht, weiß ich wirklich noch nicht.“ Ein klares Signal sendete sie jedoch, indem sie im Kader des Schweizer Skiverbandes für die kommende Saison festgesetzt wurde – ein erster, deutlicher Schritt.

Schon vor Wochen sorgten diese Spekulationen für Gesprächsstoff. Hans Flatscher, der Alpin-Direktor, bestätigte im März, dass die Reha nach Plan verlaufe: „Sie macht alles zu 100 Prozent, höchst intensiv. Es gibt keine Komplikationen.“ Aus sportlicher Sicht stehen einem Comeback also offenbar keine Hindernisse mehr im Wege. Ihr letztes Rennen bestritt sie am 25. Oktober in Sölden, wo sie, wie so oft, auf dem Podest landete.

Die Klasse der 35-Jährigen ist unbestritten. Mit zwei Gesamtweltcup-Siegen, 48 Einzel-Weltcupsiegen, drei olympischen Medaillen und neunmal Edelmetall bei Weltmeisterschaften hat sie die Erfolgsliste der letzten fast zwei Jahrzehnte geprägt. Besonders in den Speed-Disziplinen und im Riesenslalom war sie stets eine der Top-Favoritinnen. Ursprünglich sollte der Film „Semplicemente Lara“ ihr Abschied von der Skiszene dokumentieren, doch die Wendung der Ereignisse könnte den Drehplan ändern.

Die Idee für den Film entstand ja eigentlich, um ihr letztes Rennen als Ski-Profi festzuhalten. Der Film, der das Leben und die Karriere der Ausnahmeathletin beleuchten sollte, könnte nun eine ganz andere Geschichte erzählen – eine Geschichte voller Hoffnung und neuer Möglichkeiten.