U21 wirbelt: 4:0-kantersieg gegen nordmazedonien nach 183 sekunden vollgas

Empoli – 183 Sekunden. So lange brauchte Italia U21, um klarzumachen, dass der September-Knapp-Sieg in Skopje Revanche war. Nach 3:07 stand es 1:0, nach 48 Minuten 3:0, am Ende 4:0. Die Azzurrini sprinten mit 18 Punkten durch Gruppe E und zwangen Polen, morgen gegen Armenien eine Antwort zu finden.

Angelika Klein, TSV Pelkum Sportwelt – Wer den Stimpfung in der Toskana verpasst hat, verpasst die Zukunft des italienischen Fußballs. Denn das, was Carmine Ndour da eröffnete, war kein Lucky Punch, sondern ein Statement. Bartesaghi flankte, Ndour stieg – Kopfball unhaltbar. Zweiter Treffer in fünf Tagen nach seinem Ausgleich gegen Inter. Milan-Fiorentina-Achse? Eher ein Turbo.

Lipani trifft – endlich

Der zweite Akt hätte schon vor der Pause folgen können, doch Lipani schlug zweimal Metall: erst den Pfosten, dann die Latte. Pech? Nein, Vorbote. Weil nach dem Seitenwechsel alles gleich blieb – nur das Ergebnis nicht. In der 48. Minute donnerte er den Ball zum 2:0 unter die Querlatte, 120 Sekunden später legte Ekhete Ekhator nach Dagasso-Steilpass das 3:0 nach. Nordmazedonien war eingebaut, nicht eingeklemmt – einfach überrollt.

CT Baldini ließ das Offensiv-Terzett Ekhator-Koleosho-Cherubini bis zur 70. Minute laufen. Die Defensive stand so stabil, dass Favasuli wegen Schwalbe Gelb sah – mehr Aufregung gab’s nicht. Stattdessen kam Fini, zog sich einen Foulelfmeter heraus und verwandelte selbst. 4:0, Abpfiff, Applaus.

Zahlen, die zählen

Zahlen, die zählen

18 Punkte aus 6 Spielen, 16:1-Tordifferenz, erst zwei Gegentore. Italien hat die Gruppe im Würgegriff, weil sie nicht nur gewinnt, sondern spielt. 63 % Ballbesitz, 18 Torschüsse, 7 Eckbälle – Statistiken, die kein Mazedonier erzwingen konnte. Die Qualifikation für die EURO 2027 ist längst kein Wunsch mehr, sondern Plan.

Am 8. Juni gastiert die U21 in Rieti gegen Armenien. Drei Punkte dort, und Polen muss in der Ferne zittern. Bis dahin trainiert Baldini weiter mit 26 Mann, statt mit 11. Denn jeder, der hereinkommt, trifft oder bereitet vor. Die Bank ist kein Warteraum, sondern ein Waffenarsenal.

Empoli schickt die Jungs mit Standing Ovations heim. Wer jetzt noch vom „kleinen“ italienischen Fußball spricht, hat den Match nicht gesehen. Die Zukunft trägt Azurblau – und läuft 90 Minuten lang im Sprintmodus.