Servette zerquetscht hc ajoie mit 6:2 und versetzt pruntrut in den freien fall

Die Nacht von Pruntrut dauert noch immer. Mit 2:6 kassierte der HC Ajoie am Freitag die nächste Abfuhr – und diesmal half selbst das 1:0 von Julius Nättinen nichts. Innerhalb von 40 Sekunden drehte Servette die Partie, danach folgte ein K.-o.-Doppelschlag innerhalb von 49 Sekunden. Die Genfer schossen, während die Jurassier nur noch zählten.

Die zahlen, die trainer greg ireland verstummen lassen

Die zahlen, die trainer greg ireland verstummen lassen

Seit 14 Spielen wartet der HCA auf einen Sieg. In dieser Phase kassierte das Team 61 Gegentore, erzielte selbst nur 24. Die Play-out-Hoffnung war schon vor Wochen ein frommer Wunsch – nun geht es ums reine Überleben in der Liga. Die Tabelle lügt nicht: Letzter Platz, 15 Punkte Rückstand auf den ersten Nicht-Play-out-Platz. Die Saison ist zwar noch nicht offiziell zu Ende, doch wer die letzten Auftritte sieht, spürt: Der Abstiegskampf hat längst ein Nachspiel begonnen.

Die Aufstellung verrät die ganze Dramatik. Damiano Ciaccio musste nach 40 Minuten passen – zu viele Gegentore, zu wenig Halt. Antoine Keller übernahm, kassierte prompt das 2:6. Ein Wechsel, der mehr Symbolik als Effekt hatte. Denn selbst ein Torhüterwechsel kann eine Mannschaft nicht retten, die in der Defensive wie auf Schlittschuhen steht.

Die Genfer hingegen feierten ihren sechsten Sieg in Serie. Marco Miranda, Roger Karrer, Marc-Antoine Pouliot – sie alle trafen, als wäre Pruntrut ein Trainingsplatz. Die nächsten Gegner werden sich das Video ansehen und die gleiche Anleitung kopieren: Schnell umschalten, rechts überstehen, zentral einschieben. Die HCA-Deckung stand wie ein Schweizer Käse – voller Löcher.

Für die Fans im Stadion von Ajoie bleibt nur die Frage, wie viele Schrecken sie noch ertragen müssen. Die Saison endet offiziell am 4. März. Bis dahin trennt den Tabellenletzten noch ein Dutzend Spiele. Die Liga wird nicht absteigen, aber die Realität schon. Und die lautet: Der HC Ajoie rutscht mit Tempo in die NLB – und niemand scheint die Bremse zu finden.