Ruud schockt tenniswelt: sinner ist "schlagbar"!

Rom – Die Tenniswelt rätselt: Kann Jannik Sinner, der scheinbar unaufhaltsame Masters-Dominator, doch bezwungen werden? Casper Ruud hat in Rom eine deutliche Kampfansage an den Südtiroler geschickt und die Frage laut ausgesprochen: "Er ist schlagbar." Eine These, die im Sandplatz-Elitefeld für Gesprächsstoff sorgt.

Die überraschende einschätzung des norwegers

Sinner wirkt dieser Tage nahezu unbesiegbar. Nach seinem Triumph in Madrid präsentierte er sich auch in Rom in Topform, ließ Sebastian Ofner keine Chance. Doch Ruud, selbst ein erfahrener Sandplatzspieler, hält dem Hype nicht uneingeschränkt stand. "Seine Ergebnisse in diesem Jahr sprechen für sich, das ist unbestreitbar“, gab Ruud zu, "aber das bedeutet noch lange nicht, dass er unschlagbar ist."

Der Norweger erinnerte an zwei frühere Niederlagen des Weltranglistenführers: Novak Djokovic schaltete Sinner im Halbfinale der Australian Open aus, Jakub Mensik besiegte ihn in Doha. Diese Ergebnisse zeugen davon, dass es Risse in der vermeintlichen Unbesiegbarkeit des jungen Italieners gibt. Ruud betonte, dass Djokovic und Mensik Sinner zu Beginn des Jahres bereits besiegt haben. "Das zeigt, dass er auch verwundbar ist.“

Ein rekord in gefahr? ruuds zweifel

Ein rekord in gefahr? ruuds zweifel

Die Möglichkeit, dass Sinner als erster Spieler überhaupt alle neun Masters-Titel im selben Jahr gewinnt, wirft zusätzlich Fragen auf. Ruud äußert hier jedoch Zweifel. Er argumentiert, dass die anstrengenden zwei Wochen in Wimbledon es extrem erschweren, direkt danach in Topform in Toronto oder Montreal aufzutreten. "Man hat gerade den größten Titel im Tennis gewonnen und muss dann nur zehn Tage später fit sein? Das ist unrealistisch“, so Ruud. Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Spieler nach Wimbledon in Nordamerika pausieren.

Der Norweger ist überzeugt: Der Zeitplan ist einfach zu eng bemessen, um einen solchen Rekord realistisch anzustreben. Auch wenn Sinner in Rom weiterhin auf dem Siegerpfad marschiert, scheint seine Chance auf den historischen Meilenstein bereits gering. Ruud selbst trifft in Rom auf Lorenzo Musetti, eine weitere schwere Prüfung für den ambitionierten Sandplatzspieler. Die Spannung ist groß, wer sich in der italienischen Hauptstadt als König des Sandplatzes durchsetzen wird.

Die frühen Ausschaltungen von Ofner und die bereits bekannten Siege gegen Djokovic und Mensik lassen eine interessante Frage aufkommen: Kann jemand Sinner in Rom wirklich unter Druck bringen und seine Dominanz brechen? Die Antwort wird die kommenden Tage zeigen.