Augsburg vor hoffenheim: baum setzt auf routiniers

Die Fuggerstädter stehen vor einer entscheidenden Begegnung gegen Hoffenheim. Der Klassenerhalt ist noch nicht unter Dach und Fach, und Trainer Manuel Baum weiß, dass die kommenden Spiele alles geben müssen. Eine unangenehme Gewohnheit plagt den FCA: Nach dem sicheren Verbleib geht es oft bergab – ein Trend, den Baum nun unbedingt durchbrechen will.

Comeback-hoffnung: gouweleeuw rückt ins blickfeld

Comeback-hoffnung: gouweleeuw rückt ins blickfeld

Die letzten Saisonenden waren für Augsburg alles andere als glorreich. Während Enrico Maaßen vor drei Jahren mit lediglich fünf Punkten aus den letzten sechs Spielen für Kopfschmerzen sorgte, war es unter Jess Thorup ein Jahr später sogar noch schlimmer: nur drei Zähler. Und auch im Vorjahr gab es mit vier Punkten kaum Grund zur Freude. Baum versucht nun, dieser Entwicklung mit harter Arbeit und einer klaren Zielsetzung entgegenzuwirken. "Wir haben eine Kultur entwickelt, in jedem Spiel gierig auf drei Punkte zu sein," betont er.

Ein Lichtblick für das anstehende Spiel ist das mögliche Comeback von Jeff Gouweleeuw. Der erfahrene Kapitän, der seit dem 10. Spieltag mit einer Innenbandverletzung ausfiel, könnte wieder in die Startelf rücken. "Jeff ist seit drei, vier Wochen wieder voll dabei, er oder Noki Banks sind die Optionen," so Baum. Sein Fehlen wurde im Mittelfeld deutlich spürbar.

Die Abwehr steht vor einer Herausforderung, denn Keven Schlotterbeck ist aufgrund einer gelben Karte für das Spiel gegen Hoffenheim gesperrt. Matsima, obwohl er Teile des Mannschaftstrainings absolviert, steht noch nicht zur Verfügung. Baum muss also kreativ sein, um die Lücken in der Abwehrkette zu schließen. Die Alternativen sind vorhanden, und Fabian Rieder hat bei seinem Debüt auf der Doppelsechs bereits sein Potenzial angedeutet.

Die TSG Hoffenheim, zwar aktuell nicht auf einem Champions-League-Platz, stellt dennoch eine ernstzunehmende Herausforderung dar. Baum erinnert an das Hinspiel, in dem Sandro Wagner von Hoffenheim entlassen wurde, und spricht von einem "nächsten Kracher zu Hause".

Die Konkurrenz im Team ist groß, und Baum hofft, dass dies das beste Mittel gegen ein erneutes schwaches Saisonende sein wird. Ein hoher Konkurrenzkampf kann die Mannschaft pushen und zu neuen Leistungen anspornen. Es geht darum, die Mentalität zu bewahren und bis zum Schluss an den Erfolg zu glauben.

Die Fuggerstädter müssen sich wehren und zeigen, dass sie den Abstiegskampf ernst nehmen. Augsburg muss nun beweisen, dass es über mehr als nur das bloße Erreichen der 40-Punkte-Marke verfügt. Der FCA steht vor einer echten Standortbestimmung.