Augsburg bangt nicht: rückkehrer gouweleeuw soll hoffenheim-problem lösen

Der FC Augsburg steht vor einer heiklen Situation: Vier Spiele, nur ein Punkt. Der Klassenerhalt ist noch nicht in trockenen Tüchern, und die Gefahr einer ungewollten Serie am Saisonende lauert. Trainer Manuel Baum will das ändern und setzt nun auf einen erfahrenen Routinier, um gegen Hoffenheim den entscheidenden Sieg zu erringen.

Kann gouweleeuw die abwehr stabilisieren?

Kann gouweleeuw die abwehr stabilisieren?

Es ist eine beunruhigende Gewohnheit, die sich in den letzten Jahren bei den Fuggerstellern eingeschlichen hat: Sobald der Klassenerhalt feststeht, scheint die Mannschaft den Motor abzukühlen. Die Punktejagd endet abrupt, und der Sommer beginnt mit einem bitteren Nachgeschmack. 2018/19 waren es lediglich sechs Punkte aus den letzten sechs Spielen, und das Muster wiederholte sich in den folgenden Saisons unter Maaßen und Thorup. Nur fünf, drei und vier Punkte – eine erschreckende Entwicklung.

Manuel Baum ist sich des Problems bewusst und kämpft gegen den Trend. "Wir haben eine Kultur entwickelt, in jedem Spiel gierig auf drei Punkte zu sein," erklärt er. Doch die jüngsten Auftritte lassen diese Aussage zweifelhaft erscheinen. Die Schärfe im Training soll nun wieder erhöht werden, die Freude am Gewinnen zurückkehren.

Am Freitagabend empfängt der FCA die TSG Hoffenheim, die ambitionierten Champions-League-Aspiranten. Baum sieht darin eine weitere Chance, sich zu beweisen. "Es wird mit Sicherheit wieder ein Fest," verkündet er, wenn auch mit einem Augenzwinkern. Denn fußballerisch gehört Hoffenheim zwar zu den Top-Teams der Liga, doch der FCA wird alles daran setzen, die Punkte im eigenen Stadion zu behalten.

Ein Lichtblick für Baum ist die Rückkehr von Jeff Gouweleeuw. Der eigentliche Kapitän, der sich am 10. Spieltag in Stuttgart einen Innenbandriss im Knie zugezogen hatte, steht vor seinem Comeback. "Jeff ist seit drei, vier Wochen wieder voll dabei," so Baum, „er oder Noki Banks sind die Optionen.“ Sein Einsatz könnte die Abwehrreihe deutlich stabilisieren und dem Team neuen Auftrieb geben.

Neben Schlotterbeck und Matsima, der zwar im Mannschaftstraining mitwirken, aber noch nicht bereit ist, fehlen lediglich Yannik Keitel. Fabian Rieder hat auf der Doppelsechs bereits überzeugt und ist eine weitere Option. Baum betont die Notwendigkeit eines hohen Konkurrenzkampfes, um ein erneutes schwaches Saisonende zu verhindern. Die Entscheidung für Gouweleeuw, der mit seiner Erfahrung und Ruhe die Defensive führen kann, könnte der Schlüssel zum Erfolg am Freitag sein.