Zalgiris und valencia retten die ehre – trainer-chaos in athen!

Kaunas und Valencia haben in der EuroLeague ein klares Zeichen gesetzt und die drohende Schmach des vorzeitigen Ausscheidens abgewendet. Während Zalgiris den Titelverteidiger Fenerbahce in einem packenden Duell bezwingen konnte, triumphierte Valencia in Athen gegen Panathinaikos – ein Sieg, der jedoch von einem bizarren Trainer-Debakel überschattet wurde.

Zalgiris kämpft sich zurück ins rennen

Die Litauer gerieten gegen Fenerbahce früh in Rückstand, zeigten aber eine beeindruckende Moral und kämpften sich im entscheidenden vierten Viertel zurück. Azoulas Tubelis war mit 26 Punkten (neuer Karrierebestwert!) der unumstrittene Star des Abends. Ein entscheidender Block von ihm gegen Biberovic in der Schlussphase verhinderte eine mögliche Wende. Wade Baldwin hielt Fenerbahce mit 16 Punkten im Spiel, doch der letzte Dreierversuch zur Verlängerung verfehlte knapp das Ziel. Maodo Lo hatte einen unauffälligen Abend mit lediglich zwei Punkten von der Freiwurflinie, während Sylvain Francisco mit 12 Punkten und acht Assists maßgeblich zum Sieg beitrug.

Die Serie steht nun bei 1:2 für Fenerbahce. Zalgiris hat die Chance, am Freitag in Kaunas einen entscheidenden Sieg zu erringen und die Serie nach Istanbul zu verlängern. Die Nerven der Fans lagen blank, die Spannung war fast greifbar – Basketball vom Feinsten!

Valencia gewinnt – aber zu welchem preis?

Valencia gewinnt – aber zu welchem preis?

Auch Valencia konnte einen wichtigen Sieg verbuchen, doch der Triumph in Athen ging mit einem kuriosen Vorfall einher. Im dritten Viertel eskalierte die Auseinandersetzung zwischen den Trainern Ergin Ataman und Pedro Martinez zu einem regelrechten Wortgefecht, sodass das Schiedsrichtergespann keinen anderen Ausweg sah, als beide Trainer des Feldes zu verweisen. Eine Entscheidung, die für Aufsehen sorgte und das Spiel zusätzlich anheizte.

Valencia führte zwar zeitweise mit bis zu 16 Punkten, musste aber einen 9:0-Lauf der Griechen überstehen, der die Partie kurzzeitig wieder offen machte. Nigel Hayes-Davis gelang es, den Rückstand auf 87:90 zu verkürzen, doch Panathinaikos eroberte den Ball zurück, und Nikos Rogkavopoulos vergab zwei Dreier, die die Verlängerung bedeutet hätten. Die Trainer saßen bereits in der Kabine, als die Spieler noch um jeden Punkt kämpften – ein Bild, das so manchen Fan schockierte.

Die Entscheidung, Ataman und Martinez zu desavouieren, wirft Fragen auf und zeigt, dass die Emotionen in der EuroLeague hochkochen. Valencia hat damit die Serie auf 1:2 verkürzt und die Chance, am Freitag in Valencia den Sieg davonzutragen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Spielen entwickeln wird – eines steht jedoch fest: Langeweile wird es in der EuroLeague auch weiterhin nicht geben.