Freiburgs europa-traum: engelhardt-comeback im blick?
Der SC Freiburg steht vor einer Zerreißprobe. Neben dem brisanten Rückspiel gegen Sporting Braga in der Europa League, in dem die Breisgauer einen 1:2-Rückstand aufholen müssen, brodelt hinter den Kulissen die Personalplanung. Ein Name taucht dabei immer wieder auf: Yannick Engelhardt – ein Spieler, der vor einigen Jahren bereits das Trikot des SC trug und nun möglicherweise zurückkehren könnte.
Die europa league als priorität, die liga als ziel
Zunächst gilt die volle Konzentration dem Halbfinal-Rückspiel in der Europa League. Das Weiterkommen gegen Braga ist nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch finanziell von enormer Bedeutung. Parallel dazu muss sich der SC Freiburg aber auch Gedanken über die neue Saison machen. Ein Sieg am kommenden Freitag gegen den Hamburger SV würde die erneute Teilnahme am Europacup quasi sicherstellen – ein Ziel, das die Verantwortlichen klar formuliert haben.
Im Zentrum des Geschehens steht dabei das zentrale Mittelfeld. Neben dem unumstrittenen Leistungsträger Maximilian Eggestein, der nur ein Europa-League-Spiel aufgrund einer Sperre verpasste, hat sich Johan Manzambi zu einer wichtigen Säule entwickelt. Sein überraschender Aufstieg und seine Flexibilität im Angriff sind für das Team eine Bereicherung. Doch der Ausfall von Patrick Osterhage, der sich im März einer Knie-OP unterziehen musste, hat die Situation im Mittelfeld verschärft.
Nicolas Höfler, eine Legende des SC Freiburg, steht vor einem ungewissen Zukunft. Der 36-Jährige, der mit 379 Pflichtspielen zu den Rekordspielern des Vereins zählt, hat in dieser Saison kaum eine Chance erhalten. Seine mangelnde Geschwindigkeit im Zusammenspiel mit Eggestein führte dazu, dass er meist nur von der Bank kam. Es ist davon auszugehen, dass sein auslaufender Vertrag nicht verlängert wird.

Engelhardt: eine rückholaktion mit potenzial
Die Personalplanung im Sommer wird daher entscheidend. Neben der Suche nach einem Nachfolger für Höfler könnte der SC Freiburg auch eine überraschende Rückholaktion in Erwägung ziehen: Yannick Engelhardt. Der 27-Jährige spielte zwischen 2021 und 2023 für die Freiburger U23 und wechselte anschließend zu Düsseldorf. Der SC verzichtete damals auf eine Auslöseklause, die ihm die Rückkehr ermöglicht hätte. Nun, da Engelhardt in Gladbach spielt und sich dort nicht durchsetzen konnte, könnte eine neue Chance auf einen Wechsel nach Freiburg entstehen.
Die Ablösesumme, die Como für Engelhardt an Gladbach gezahlt hat, war beträchtlich. Aktuell wird von einer Ablösesumme im Bereich von 4,5 bis 5 Millionen Euro ausgegangen, sollte Como ihn im Sommer verkaufen wollen. Ein Betrag, der für den finanziell stabilen SC Freiburg durchaus stemmbar wäre. Die Spielerseite soll eine Rückkehr zum SC Freiburg als sehr attraktiv betrachten – ein Zeichen dafür, dass die Vergangenheit noch immer eine Rolle spielt.
Und es wäre nicht das erste Mal, dass der SC Freiburg erfolgreiche Rückholaktionen durchführt. Philipp Treu hat sich nach seiner Rückkehr von St. Pauli zu einem Stammspieler entwickelt, und auch Berkay Yilmaz könnte in Zukunft eine ähnliche Rolle einnehmen. Die Verantwortlichen des SC Freiburg sind optimistisch, dass sie mit der richtigen Strategie auch in Zukunft erfolgreich sein werden. Die Frage ist: Kann Engelhardt den letzten Schritt zum Stammspieler im Breisgau gehen?
