Fortuna köln: aufstiegskampf geht weiter – party schon vorbereitet?
Köln – Fortuna Köln hat den ersten Matchball im Aufstiegsrennen verpasst, doch die Stimmung im Lager des Südstadt-Klubs ist alles andere als gedrückt. Nach der knappen Niederlage in Paderborn am vergangenen Sonntag richtet sich der Blick nun auf das Heimspiel gegen Siegen am Samstag. Präsident Hanns-Jörg Westendorf hält bereits die Vorbereitungen für eine mögliche Aufstiegsfeier in Gang – und verspricht, bei Bedarf selbst zu singen.
Druck gehört dazu – westendorf bleibt optimistisch
Die 1:2-Niederlage in Paderborn lastet natürlich noch nach, aber die Verantwortlichen um Vereinspräsident Westendorf wollen den vergebenen Aufstiegs-Matchball schnell abhaken. „Jeder, der da oben steht und so ein Ziel vor Augen hat, spürt Druck. Damit muss man umgehen“, so Westendorf, der dennoch betont: „Wir haben weiter eine exzellente Ausgangsposition.“ Vier Matchbälle hat Fortuna Köln noch zur Verfügung: zwei gegen Siegen und Lotte, plus die, die Oberhausen noch abgeben könnte.

Volle hütte im südstadion erwartet
Für das Heimspiel gegen Siegen am Samstag wird mit einem ausverkauften Heimbereich und mindestens 7500 Zuschauern gerechnet. Ein Sieg würde die Meisterschaft und die ersehnte Rückkehr in die 3. Liga nach dem Abstieg 2019 bedeuten. Die Fans, die Fortuna schon nach dem Paderborn-Spiel mit knapp 1000 Menschen unterstützten, zeigen, dass die Vorfreude auf die Vollendung im eigenen Wohnzimmer riesig ist. „Das war der Wahnsinn! Keine Pfiffe, keine Vorwürfe – nur ein gemeinsames Ziel“, so Westendorf begeistert.

Aberglaube und vorfreude: keine party vor dem sicheren aufstieg
Obwohl die Aufstiegseuphorie groß ist, hält sich der Fortuna-Präsident mit der Planung einer Feier zurück. „Es wird keine Musik oder sowas bestellt, solange wir nicht wissen, ob wir wirklich etwas zu feiern haben. Das machen wir dann spontan“, kündigte Westendorf an und fügte lachend hinzu: „Und wenn ich am Ende selbst singe.“

Finanzielle sicherheiten und flutlicht: letzte hürden bei der lizenzierung
Neben dem sportlichen Erfolg müssen die Verantwortlichen auch die formalen Hürden bei der Drittliga-Lizenzierung nehmen. Es geht vor allem um die finanzielle Sicherheiten und die Modernisierung des Flutlichts. „Daran wird es nicht scheitern“, ist sich Westendorf sicher. Ein Termin mit der Stadt Köln steht bereits in der nächsten Woche an, um die letzten offenen Fragen zu klären. Der Großteil der Fortuna-Profis verfügt über für die 3. Liga gültige Verträge und es wird punktuelle Verstärkungen geben, aber kein großer Umbruch. Eine „stattliche“ Aufstiegsprämie wurde bereits zwischen Mannschaft und Verein vereinbart, wobei Westendorf vor allem die intrinsische Motivation der Spieler hervorhebt.
Die Fortuna Köln hat also alle Trümpfe in der Hand. Es bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft am Samstag die nötige Entschlossenheit zeigt, um den zweiten Matchball im Südstadion einzunetzen und den Aufstieg in die 3. Liga endlich Wirklichkeit werden zu lassen.
