St. gallen vor luzern-duell: personalsorgen belasten die espen
Ein düsterer Sonntag für die Fans des FC St. Gallen: Vor dem Auswärtsspiel gegen den FC Luzern muss Trainer Enrico Maassen auf gleich mehrere Stammkräfte verzichten. Die Personalsituation wirft einen langen Schatten auf die Ambitionen der Ostschweizer, die sich in der Tabelle bereits von den Aufstiegsplätzen entfernt haben.
Verteidigung in der krise: may und weitere ausfälle
Die Nachrichten aus der Pressekonferenz waren alles andere als erfreulich. Neben den ohnehin gesperrten Lukas Görtler und Lukas Daschner fällt dem FCSG nun auch Innenverteidiger Cyrill May aus. Eine Kniekehlbeschwerde zwingt den jungen Verteidiger zur Pause. Das Fehlen von May, zusammen mit den anderen Ausfällen, stellt die Abwehr vor große Herausforderungen. Die Frage ist, wie Maassen die Lücke in der Hintermannschaft schließen wird.
Doch es gibt auch Lichtblicke. Alessandro Vogt, der im Angriff zuletzt fehlte, steht wieder zur Verfügung und könnte die Offensive verstärken. „Er ist fit und 100 Prozent einsatzbereit“, so Maassen. Wie lange er die Beine halten kann, wird sich zeigen müssen – ein gewisses Restrisiko bleibt immer bestehen.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem Mittelfeld, das aufgrund der Ausfälle neu zusammengestellt werden muss. Stevanovic wird die Sechs bekleiden, während Konietzke und Boukhalfa auf den Doppel-Achten agieren werden. Diese Umstrukturierung könnte das Spiel der Espen erheblich beeinflussen. Ob die neue Formation sich bewährt, wird sich gegen Luzern zeigen.
Auch Enoch Owusu steht nach einem Sehnenabriss erstmals wieder im Kader. Sein Comeback ist ein positives Zeichen für den Konkurrenzkampf im Team.

Thun zieht weiter davon: hoffnung auf ein wunder?
Die Meisterhoffnungen des FCSG sind indes verblassen. Mit einem Rückstand von zwölf Punkten auf den Tabellenführer FC Thun und nur noch sechs Spielen vor Saisonende ist die Aufgabe nahezu unmöglich. Maassen sieht nur eine Möglichkeit: „Wir können nur eins machen und das ist, Spiele zu gewinnen.“ Ob dies am Ende für einen überraschenden Aufstieg ausreicht, bleibt abzuwarten. Die Tabelle spricht eine deutliche Sprache: Der Vorsprung ist immens. Die Spiele werden weniger, die Aufgabe schwieriger.
Die Spannung im Tabellenkeller steigt, während Thun unbeirrt seinen Weg zum Titel verfolgt. Die Partie gegen Luzern wird für St. Gallen daher vor allem eine Standortbestimmung sein – und vielleicht der erste Schritt, um den Abstand zu den Abstiegsplätzen weiter zu vergrößern.
