Leyton orient: trainer wellens rastet team nach rettung aus!
Ein Donnerhall hallte am Samstagabend über Ostlondon, nicht durch das Feuerwerk der Fans, sondern durch die Wutrede von Leyton Orient-Trainer Richie Wellens. Nur wenige Stunden nachdem sein Team durch ein müdes 2:2 gegen Burton Albion den Verbleib in der League One, der drittklassigen englischen Liga, gerettet hatte, entlud er seinen Frust auf seine Spieler – eine Tirade, die selbst internationale Aufmerksamkeit erregte und die Frage aufwarf, ob es die beste Wutrede der Saison gewesen sei.

Ein jahr verschwendet? wellens' harsche kritik
Während die Fans von Leyton Orient das Happy End einer turbulenten Saison feierten, zeigte sich Wellens alles andere als euphorisch. Seine Worte waren messerscharf, sein Tonfall unverkennbar verärgert. „Applaudiert den Fans, sie haben das Geld bezahlt, um uns zu sehen“, begann er, bevor er mit einem Schlag ins Gesicht seiner Mannschaft fuhr: „Feiert aber nicht mit euren Familien. Verlasst den Platz. Es war eine peinliche Saison. Zu viele Spieler haben zehn Monate ihrer Karriere verschwendet. Ich habe ein Jahr meiner Trainerkarriere verschwendet.“ Ein Satz, der die Frustration eines Mannes widerspiegelt, der mehr von seinen Spielern erwartet.
Die Kritik ging weit über die bloße Bewertung der aktuellen Saison hinaus. Wellens prangerte einen Mangel an Siegermentalität und fehlenden Charakter an. Das Fehlen von Engagement, selbst in Momenten der potentiellen Größe, schien ihn zutiefst zu verletzen. Er erwähnte das Halbfinale des FA-Cups gegen Manchester City und Southampton, bei dem „kein einziger unserer Spieler“ das Spiel im Mannschaftsbus verfolgt habe. Stattdessen seien sie in ihre Handys vertieft gewesen, anstatt sich von der Elite ein Beispiel zu nehmen. „Wie kann man sich die Besten nicht anschauen und von ihnen lernen?“, fragte er rhetorisch.
Doch die Selbstkritik blieb nicht aus. Wellens entschuldigte sich bei den Fans für frühere Äußerungen, in denen er die Stimmung im Stadion in Frage gestellt hatte. Er räumte ein, dass er versucht habe, die Kritik von den Spielern abzuwenden, indem er die Schuld auf die Fans schob. „Aber das war es nicht wert. Meine Spieler haben Woche für Woche nur Mist serviert.“
Der Sommer verspricht einen radikalen Umbruch in Leyton Orient. Wellens kündigte an, dass Verträge auslaufen würden und nicht verlängert würden, während andere Spieler Schwierigkeiten haben würden, neue Verträge zu erhalten. „Wir brauchen mehr Athletik und mehr Charakter in unserer Mannschaft“, forderte er.
Die Wutrede von Richie Wellens mag kontrovers sein, aber sie verdeutlicht die hohen Ansprüche, die er an sein Team hat und den Wunsch nach einer grundlegenden Veränderung. Ob dieser radikale Kurswechsel zum Erfolg führen wird, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Leyton Orient wird sich in der kommenden Saison neu erfinden müssen, wenn der Trainer seine Vision verwirklichen will. Die Saison mag gerettet sein, aber die Arbeit hat gerade erst begonnen.
