Sprite kauft sich in die euroleague: limonade wird partner ab 2026

Die Euroleague schließt sich mit Coca-Cola zusammen – und das gleich doppelt. Sprite wird ab der Saison 2025/26 offizieller Softdrink-Partner des Klubwettbewerbs, parallel kehrt die Marke nach elf Jahren auch in die NBA zurück. Ein Deal, der die Kommerzialisierung der europäischen Königsklasse auf die nächste Stufe hebt.

Warum jetzt und warum sprite

Chus Bueno, seit Januar CEO der Euroleague, verhandelte den mehrjährigen Vertrag innerhalb von nur vier Monaten. Die Limonade bekommt Zugang zu 18 Arenen, digitalen Kanälen und exklusiven Fan-Events – beginnend mit der Final Four 2026 in Athen. „Wir wollen Basketball als Kultur erlebbar machen, nicht nur als Sport“, sagt Bueno im Gespräch mit MARCA. Die Formel ist simpel: junge Zielgruppe, hohe Social-Media-Reichweite, globale Markenbekanntheit.

Michael Willeke, Coca-Cola-Vize für Europa, nennt die Zahlen offen: 1,3 Milliarden konsumierte Liter Sprite pro Jahr, 60 Prozent der Käufer unter 30. Die Euroleague liefert das Umfeld, die Marke liefert das Geld. Wer genau zahlt, schweigen beide Seiten. Brancheninsider sprechen von einer „mittleren zweistelligen Millionensumme“ über fünf Jahre.

Die rückkehr in die nba und was das bedeutet

Die rückkehr in die nba und was das bedeutet

Sprite war von 2005 bis 2013 bereits NBA-Sponsor, damals mit LeBron James als Gesicht. Nun ist Anthony Edwards an der Reihe – 22 Jahre alt, All-Star, TikTok-Liebling. 17 Teams bekommen eigene Dosen, darunter Boston, Madrid und Berlin. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Die NBA expandiert 2025 mit zwei Spielen in Paris, 2026 steht London auf dem Plan. Coca-Cola baut sich eine Brücke zwischen den Märkten.

Für die Euroleague ist der Deal ein Schritt weg von der Abhängigkeit von TV-Geldern. 40 Prozent der Einnahmen kommen aus dem Ausland, Tendenz steigend. Gawain Davies, Commercial Director, spricht von „einer neuen Einnahmequelle, die uns erlaubt, Spieler-Gehälter und Produktionsstandards zu sichern“. Ohne mehr Geld droht ein Aderlass an die NBA – sieben Stars wechselten in den vergangenen drei Jahren nach Amerika.

Was fans wirklich merken werden

Was fans wirklich merken werden

Ab Mai 2025 blinkt die Sprite-Werbung an den Banden, auf den Videowürfeln, in den Halbzeit-Apps. Gewinner werden verlost: Meet-&-Greets mit Legenden wie Dejan Bodiroga, Zugang zum Umkleidebereich, VR-Erlebnisse auf dem Center Court. Kritik kommt von Fanorganisationen: „Noch mehr Kommerz, noch mehr Unterbrechungen“, wettert die Euroleague Supporters Trust. Die Antwort der Liga: „Ohne Sponsoren kein Spielbetrieb.“

Die Limonade wird Teil der Kultur – ob man will oder nicht. In Athen steht schon die erste Limitierungsdose: Gelbes Design, Euroleague-Logo, Preis: 3,50 Euro. Die ersten 10 000 Stück sind bereits ausverkauft.