Sporting zerquetsst bodø/glimt: 0:5 nach verlängerung – das märchen ist tot
Regen peitscht, 50.000 Zuschauer heulen, und ein Kader, der nicht mal so viel wert ist wie der Tabellenletzte der Bundesliga, wird in Lissabon regelrecht weggespült. Bodø/Glimt, die Überrascher von Europas Königsklasse, verlieren das Achtelfinal-Rückspiel bei Sporting mit 0:5 nach Verlängerung – und damit das Gesamtspiel mit 3:5.
Die Zahl, die alle anderen domini: 34 Torschüsse der Portugiesen in 120 Minuten. Das ist ein neuer Rekord für ein K.o.-Spiel in der Champions-League-Ära. Die Norweger hatten vor sieben Tagen noch mit 3:0 gewonnen, doch diese Führung war nach 92 Minuten Makulatur.
Der dosenöffner fällt in der 34. minute
Gonçalo Inácio steigt nach einer Ecke am höchsten und köpft ein. Das Stadion explodiert, und Bodø merkt: Dieses Mal ist kein Kraut gewachsen gegen die grün-weiße Welle. Nach der Pause legt Sporting nach: Catamo, Suárez, Goncalves – 2:0. Danach Handelfmeter, verwandelt von Suárez. 3:0 nach 90 Minuten, 3:3 im Gesamtscore. Die Verlängerung wird zur Katastrophe.
Maxi Araujo trifft schon in der zweiten Minute der Verlängerung, Rafael Nel macht in der Nachspielzeit den Deckel drauf. 5:0. Das norwegische Fußball-Märchen endet unter Tränen und wasserdurchweichten Trikots.

Der zwerg lag am boden, der giant tanzte
Bodøs Kadermarktwert: 57 Millionen Euro. Das ist weniger, als Heidenheim für einen einzigen Bundesliga-Spieler ausgibt. Trotzdem hatten sie City, Atlético und Inter aus dem Turnier geworfen. Doch Sporting war eine Nummer zu groß – und der Platz in Lissabon einfach zu glatt, zu laut, zu viel.
Nun warten auf die Portugiesen entweder Bayer Leverkusen oder Arsenal. Für Bodø bleibt nur die Erkenntnis: Manchmal reicht Selbstvertrauen und ein 3:0 nicht, wenn der Gegner 34 Mal abzieht. Das Märchen ist vorbei. Die Realität sieht aus wie ein 0:5.
