Girona holt: punkt gegen rayo rettet la-liga-hoffnungen
Ein müdes, aber immens wichtiges 1:1 Unentschieden gegen Rayo Vallecano. Für Girona bedeutet dieser Punkt mehr als nur einen Zähler – er ist ein Strohhalm im Kampf um den Verbleib in der Primera División. Nach einer verketteten Serie von drei Niederlagen und nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen atmet man im Camp de Fútbol de Montilivi sichtlich auf, auch wenn die Lage weiterhin ernst ist.

Die conference league-euphorie beeinflusst das spiel
Trainer Míchel erklärte, dass der Triumph von Rayo Vallecano am Donnerstag im Conference League-Finale spürbar war. „Sie kamen mit einem Rausch von Selbstvertrauen ins Spiel, das schwer zu brechen war“, so Míchel nach dem Abpfiff. Das Stadion tobte, und der Druck auf die Abwehr der Gäste war enorm. Rayo war in der Tat das überlegene Team, schaffte es aber nicht, die Führung nach der Pause auszubauen.
Die Taktik von Míchel, auf einen klassischen Mittelstürmer zu verzichten, um durch eine verstärkte Besetzung des Mittelfelds Überzahl zu schaffen und über die Flügel zu agieren, ging zunächst nicht auf. „Wir wollten den Gegner überraschen, aber es lief nicht optimal“, räumte Míchel ein. Dennoch bewies Girona Charakter. Als der Ausgleichstreffer durch Stuani fiel, war der Jubel auf der Bank und in den Reihen der Fans riesig.
Stuani, der Kämpfer: Ein besonderes Lob erhielt der uruguayische Stürmer, der trotz einer Knieverletzung – er musste sich sogar infiltrieren, um spielen zu können – den Ausgleichstreffer erzielte. „Stuani ist ein geborener Kämpfer“, betonte Míchel. „Er gibt immer alles, und das ist unbezahlbar.“ Seine Kopfballstärke war letztlich der Schlüssel zum Punktgewinn.
Die Dynamik des Spiels sprach klar für Rayo, die mehr Torchancen hatten und die Partie dominierten. „Wir müssen ehrlich sein: Rayo war besser“, gab Míchel zu. „Aber wir haben uns gewehrt und gekämpft. Das ist alles, was im Moment zählt.“
Die Suche nach Konstanz ist weiterhin das größte Problem von Girona. Die nächste Aufgabe ist ein Spitzenspiel gegen Real Sociedad. „Das wird ein historisches Spiel für uns“, so Míchel. „Wir müssen alles geben, um unsere Chancen im Kampf um den Klassenerhalt zu wahren. Die Spieler wissen, worum es geht, und ich bin zuversichtlich, dass sie sich den Kampf liefern werden.“
Ein Punkt, der Hoffnung gibt, aber die Arbeit noch lange nicht beendet. Die Wahrheit ist: Girona braucht Siege, und zwar bald. Die Verpflichtung, zu punkten, wiegt schwerer als jede Taktik.
