Wolfsburg kämpft um klassenerhalt: zwei endspiele und ein hoffnungsschimmer

Wolfsburg atmet auf – zumindest vorläufig. Nach dem 1:1 gegen Freiburg ist der VfL nicht mehr Vorletzter, sondern steht auf dem Relegationsrang. Doch die Aufgabe ist klar: Es gilt, im Kampf um die Liga alles zu geben, beginnend mit der Partie gegen die Bayern.

Die tabelle lügt nicht: ein knapper vorsprung

Sechs Punkte fehlen dem VfL Wolfsburg zwar noch auf Werder Bremen, dem rettenden Ufer. Aber Patrick Wimmer, Mittelfeldspieler des Clubs, ließ keine Zweifel aufkommen: „Wir spielen auch gegen die Bayern um drei Punkte.“ Diese Aussage unterstreicht die Entschlossenheit, die in der Mannschaft herrscht, trotz der schwierigen Lage. Die bessere Tordifferenz gegenüber dem Hamburger SV, dem direkten Konkurrenten um den 16. Platz, gibt den Wölfen zumindest ein kleines Polster.

Der Punktgewinn in Freiburg hat die Stimmung gelockert, wie Stürmer Dzenan Pejcinovic betonte: „Ich bin ehrlich gesagt zufrieden mit dem Punkt.“ Doch Coach Dieter Hecking zeigte sich ambivalent. „Ich habe ein gutes Gefühl, was die Leistung angeht – mit dem Ergebnis bin ich nicht ganz zufrieden“, sagte er nach seinem 450. Bundesliga-Spiel als Trainer. Die kommenden Partien werden entscheidend sein, und Hecking scheint zu wissen, dass die Konkurrenz nicht schlafen wird.

Relegation als realistisches ziel?

Relegation als realistisches ziel?

Die beiden „Endspiele“ in der Relegation, auf die Wimmer hinwies, sind für Wolfsburg wohl der wahrscheinlichste Pfad zum Klassenerhalt. Die Hoffnung auf eine direkte Rettung ist zwar gering, aber nicht gänzlich gestorben. Die Mannschaft muss nun Selbstvertrauen fassen und jede einzelne Chance nutzen, um den Abstand zu den Konkurrenten weiter zu verkleinern.

Die Leistung gegen Freiburg war in Teilen überzeugend, und Hecking scheint zuversichtlich, dass seine Mannschaft das Potenzial hat, die Herausforderung zu meistern. „Es wird ein enges Rennen, alles ist möglich“, sagte er. Die Fans dürfen sich auf spannende Endspiele freuen, in denen Wolfsburg alles daran setzen muss, um seine Bundesliga-Zugehörigkeit zu verteidigen. Denn eines ist klar: Die Wölfe werden nicht kampflos untergehen.