Zverev: sinner-dominanz macht tennis unentschlossen – pause in paris?
Madrid – Alexander Zverev hat nach seiner deutlichen Niederlage gegen Jannik Sinner im Finale des Madrid Masters einen überraschenden Vorschlag gemacht: Sollte der Weltranglistenerste bei den French Open in Paris eine „vielleicht eine Pause machen“.
Die unüberwindbare hürde: sinner's erfolgsserie
Die Dominanz Jannik Sinners ist derzeit schlichtweg erschreckend. Der italienische Tennisstar hat nicht nur das Madrid-Finale gegen Zverev in zwei Sätzen klar gewonnen, sondern auch zuvor fünf Masters-Turniere in Folge für sich entschieden – ein beispielloser Erfolg, der die gesamte Tenniswelt in Atem hält. Zverev, der selbst zu den Top-Spielern gehört, räumte ein, dass er gegen Sinner schlichtweg kein Mittel findet, was ihn vor den French Open in eine schwierige Lage bringt.
„Es gibt im Moment eine große Lücke zwischen Sinner und allen anderen“, erklärte Zverev nach dem Spiel. „Ich bin ja nicht der einzige, der gegen ihn verliert. Ich verliere bloß häufiger gegen ihn, weil ich es jedes Mal bis zu ihm schaffe.“ Die Aussage verdeutlicht das Ausmaß der Herausforderung, vor der nicht nur Zverev, sondern das gesamte Feld steht.

Mehr als nur sinner: eine hierarchie im tennis
Doch Zverev sieht das Problem nicht isoliert. Auch zwischen ihm, Carlos Alcaraz und Novak Djokovic bestehe eine deutliche Kluft zu den anderen Spielern. „Es gibt auch eine große Lücke zwischen Carlos Alcaraz, mir, vielleicht Novak Djokovic und allen anderen. Ich glaube, es gibt im Moment zwei Lücken“, so der Hamburger.
Das Spiel in Madrid offenbarte ein weiteres Detail: Zverev selbst schob die Niederlage nicht allein Sinners Klasse zu. „Ich glaube, heute hätte ich gegen jeden verloren. Ich habe ein furchtbares Match gezeigt.“ Nach nur 57 Minuten war das einseitige Finale beendet, ein Zeichen für Zverevs angeschlagene Form.
Der nächste Versuch steht bereits vor der Tür: In Rom, Sinners Heimturnier, will Zverev Wiedergutmachung betreiben. Doch die Aufgabe wird alles andere als einfach sein. Die bisherige Bilanz spricht klar gegen den Deutschen, der dieses Turnier bisher noch nie gewonnen hat. Ob Zverev den Code zu Sinners Spiel findet, bleibt abzuwarten. Eine Pause des italienischen Dominators in Paris könnte zumindest eine temporäre Atempause für die Konkurrenz bedeuten – ein taktischer Schachzug, den Zverev mit einem Augenzwinkern in den Raum geworfen hat.
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