Campagnolo: vom fast-aus zu neuer hoffnung – exklusiv!

Lucas Campagnolo, der argentinisch-brasilianische Padel-Star, hat eine Achterbahn der Gefühle durchlebt. Nur knapp einem Karriere-Ende entgangen, blickt er nun mit neuer Zuversicht und einem starken Partner an die Herausforderungen der Weltspitze. Im exklusiven Gespräch mit MARCA Pádel plaudert Campagnolo über seine Vergangenheit, seine aktuelle Situation und die aufregende Zukunft, die vor ihm liegt.

Die kindheit in alegrete: wo der padel-fieber begann

Campagnolo, geboren 1995 in Alegrete, erinnert sich an seine Kindheit in einer kleinen Stadt nahe der argentinischen und uruguayischen Grenze. "Padel kam früh nach Brasilien, gerade in unserer Region. Meine Eltern spielten im Club, und ich war oft dabei. Mit fünf Jahren fing ich an, selbst den Schläger zu schwingen und habe es nie bereut." Eine entscheidende Rolle spielte eine Lehrerin, die ihm die ersten Grundlagen vermittelte und ihn auf den Weg brachte.

Doch die Reise führte ihn bald weg von seiner Heimat. "Ich sollte eigentlich mein Studium beginnen, aber dann kam die Chance, nach Spanien zu kommen – für drei Monate. Ich hatte das Gefühl, dass ich es versuchen muss." Diese Entscheidung sollte sein Leben verändern.

Ein sprung ins ungewisse: vom studenten zum profi

Ein sprung ins ungewisse: vom studenten zum profi

Der Wechsel nach Spanien war alles andere als einfach. "Ich war allein, hatte kaum Freunde und sprach kaum Spanisch. Aber ich habe hart gearbeitet, und schon bald spielte ich Weltmeisterschaften im Jugendbereich. Es war klar, dass ich eine Chance hatte, hier etwas zu erreichen." Der Rückhalt seiner Familie war entscheidend. Seine Eltern unterstützten ihn bei diesem riskanten Schritt, und er nutzte die Chance. Es folgte eine Zeit, in der er neben dem Padel-Training fünf Stunden am Tag Unterricht gab, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. „Das war hart, aber es hat mich gelehrt, wie man kämpft“, so Campagnolo.

Die verletzung: ein schock und eine neue perspektive

Die verletzung: ein schock und eine neue perspektive

Der fast schon unglaubliche Aufstieg wurde jäh unterbrochen. Bei einem Spiel in Miami erlitt Campagnolo einen Schreckmoment. „Ich hörte ein Knacken im Knie, und ich dachte, es wäre schlimmer.“ Tatsächlich deutete die erste Diagnose auf einen Kreuzbandriss hin – ein Karriere-Ende. Doch nach eingehenden Untersuchungen kam die erlösende Nachricht: Es handelte sich lediglich um eine Meniskusverletzung. „Ich war unglaublich erleichtert. Ich danke Gott, dass es nicht schlimmer war.“

Neue partnerschaft mit momo gonzález: ein hoffnungsschimmer

Neue partnerschaft mit momo gonzález: ein hoffnungsschimmer

Nach seiner Genesung kehrt Campagnolo nun mit neuer Energie und einer neuen Partnerschaft an die Spitze zurück. Momo González, ein erfahrener Spieler mit großem Potenzial, steht ihm nun zur Seite. „Momo hat eine unglaubliche Qualität. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam stark sein können.“ Die Erwartungen sind hoch, und Campagnolo ist bereit, alles zu geben, um seine Ziele zu erreichen.

Doch Campagnolo ist mehr als nur ein Padel-Spieler. Er ist ein Familienmensch, der seine Wurzeln nicht vergisst. „Ich möchte irgendwann zurück nach Brasilien und in der Landwirtschaft arbeiten. Das ist meine Leidenschaft.“

Das Leben hat Campagnolo viel beigebracht. Von den bescheidenen Anfängen in Alegrete bis zum internationalen Padel-Zirkus hat er Höhen und Tiefen erlebt. Doch eine Sache ist klar: Er wird niemals aufgeben. „Ich bin ein Kämpfer, und ich werde immer alles geben, um meine Träume zu verwirklichen.“