Wembanyama dominiert, jokic rettet denver – nba-nacht im überblick
Eine NBA-Nacht, die alles hatte: Dominanz, Drama, Overtime und einen Dunk, der das Internet in Brand setzte. Victor Wembanyama stellte die Detroit Pistons mit 38 Punkten, 16 Rebounds und fünf Blocks vor unlösbare Aufgaben, Nikola Jokic rettete Denver trotz neun Ballverlusten mit einem Triple-Double – und in Houston entschied ein Tip-in fünf Sekunden vor Schluss über Sieg und Niederlage.
Wembanyama lässt detroit keine chance
Die San Antonio Spurs haben die Detroit Pistons mit 121:106 aus ihrer Halle geschossen – und das war schon früh keine Frage mehr. Ein 10:2-Lauf zum Auftakt, eine 17-Punkte-Führung nach dem ersten Viertel, und Wembanyama in einem Zustand, der Verteidiger schlicht ratlos zurücklässt. 38 Punkte, 16 Rebounds, fünf Blocks. Das ist kein gutes Spiel. Das ist eine Ansage.
Neben dem Franzosen lieferte De'Aaron Fox mit 29 Punkten, Stephon Castle verteilte zwölf Assists bei elf Punkten. San Antonio geriet zu keiner Sekunde in Rückstand. Die Spurs haben nun beide Duelle gegen Detroit in zwei Wochen gewonnen – souverän, kontrolliert, ohne Wenn und Aber. Cade Cunningham kam mit 26 Punkten für die Pistons zwar auf ordentliche Werte, doch das Ergebnis war längst besiegelt, als er richtig in Fahrt kam.

Jokic rettet denver trotz chaos gegen die lakers
Dieses Spiel hätte Denver verlieren können. Hätte. Nikola Jokic leistete sich neun Turnover, die Los Angeles Lakers verteidigten in der zweiten Halbzeit aggressiv, schickten Doppelteams, switchten konsequent – und Jokic wirkte zeitweise sichtbar unter Druck. Und dann entschied er das Spiel trotzdem.
28 Punkte, zwölf Rebounds, 13 Assists – Triple-Double, Endstand 120:113 für Denver. Im Schlussviertel, als es darauf ankam, traf er die Würfe, die zählten. Das ist das Jokic-Paradox: Er kann ein Spiel fast versenken und es am Ende dennoch alleine retten.
Für die Lakers war es eine Geschichte des Zu-spät. Luka Doncic brachte 27 Punkte, elf Rebounds und sieben Assists, LeBron James und Austin Reaves kamen jeweils auf 16 Zähler – aber Denver lag die gesamte Partie über vorne. Das Comeback blieb unvollendet. Jamal Murray steuerte 28 Punkte und fünf Dreier bei und machte damit jeden Lakers-Hoffnungsschimmer frühzeitig zunichte.

Overtime-thriller in houston: warriors überleben ohne curry
Ohne Stephen Curry, der weiterhin mit einer Knieverletzung fehlt, reisten die Golden State Warriors nach Houston – und gewannen trotzdem. 115:113 nach Verlängerung, entschieden durch ein Tip-in von De'Anthony Melton mit 5,3 Sekunden auf der Uhr. Kaltblütiger geht es kaum.
Brandon Podziemski führte Golden State mit 26 Punkten an, Melton selbst kam auf 23. Auf der anderen Seite zeigte Reed Sheppard von den Houston Rockets eine bemerkenswerte Leistung: 30 Punkte, sechs Dreier – der Sophomore spielte wie jemand, der nichts mehr zu beweisen hat. Kevin Durant steuerte 23 Punkte bei. Es reichte trotzdem nicht. Golden State hat in dieser Saison bewiesen, dass es auch ohne seinen Superstar Spiele gewinnen kann. Das ist eine Warnung an die gesamte Western Conference.

Edwards mit poster-dunk – wolves feiern fünften sieg in serie
Es gibt Dunks, die Statistiken verändern. Und es gibt Dunks, die Spiele verändern. Der von Anthony Edwards über RJ Barrett im dritten Viertel gehörte zur zweiten Kategorie. Minnesota Timberwolves gegen Toronto Raptors, Stand knapp – und dann dieser Moment. Kurz danach folgte ein 11:0-Lauf, der das Spiel entschied.
Endstand: 115:107, fünfter Sieg in Serie für Minnesota. Edwards selbst kam auf 22 Punkte. Rudy Gobert dominierte mit 18 Punkten und zwölf Rebounds unter dem Korb, Julius Randle steuerte 17 Zähler bei. Barrett erzielte für Toronto 25 Punkte – aber sein Abend wird vor allem durch diesen einen Moment in Erinnerung bleiben, den er lieber vergessen würde.

Sexton und die bulls überstehen einen suns-sturm in letzter sekunde
Das war knapp. Sehr knapp. Die Chicago Bulls führten bei den Phoenix Suns komfortabel, als Phoenix in den Schlussmomenten plötzlich wieder auftauchte. Devin Booker traf einen Dreier 23 Sekunden vor Schluss zum 103:104 – und dann bekamen die Suns die Chance zur Führung. Jalen Green scheiterte mit einem Layup. Nick Richards verwandelte den anschließenden Freiwurf zum Endstand von 105:103.
Collin Sexton war mit 30 Punkten der überragende Mann auf dem Parkett. Tre Jones kam auf 21 Punkte, Guerschon Yabusele auf 16. Chicago hat nun zwei der letzten drei Spiele gewonnen – mit dem nötigen Glück in der Schlussphase, aber auch mit der nötigen Kaltschnäuzigkeit. Sexton ist in dieser Saison ein anderer Spieler. Die Zahlen belegen es Nacht für Nacht.
