Miami-debakel: ferrari verliert punkte, mclaren winkt!
Ein chaotisches Wochenende in Miami hat die Formel-1-Welt aufgemischt. Nach einer ungewöhnlichen Zeitverschiebung am Samstag und einer Flut von Strafen am Sonntag geriet das Rennen zu einem nervenaufreibenden Spektakel, das die WM-Klassifizierung grundlegend verändert hat.
Leclercs unglück: von podiumsduell zur strafe
Charles Leclerc, der am Sonntag noch um das Podium kämpfte, erlebte einen bitteren Absturz. Ein plötzlicher Traktionsverlust des SF-26, dessen Ursache der Monegasse selbst nicht erklären konnte, führte zu einer 20-sekündigen Strafe und einem Rückfall auf den achten Platz. Die Strafe, so scheint es, war nicht nur für Leclerc selbst schmerzhaft, sondern verschob auch die Kräfteverhältnisse im gesamten Feld.
Was niemand so recht erwartet hätte: Ferrari verlor dadurch wertvolle Punkte im Kampf um die Weltmeisterschaft. Die Situation wurde noch dadurch kompliziert, dass der Hauptprofiteur dieses dramatischen Umbruchs ebenfalls in Rot unterwegs war – Lewis Hamilton.

Hamilton profitiert, mclaren lauert
Leclercs Missgeschick kam Hamilton zugute, der dank der verschobenen Positionen nun auf dem sechsten Platz liegt und damit acht wichtige Punkte verbuchen kann. Diese Punkte ermöglichen es ihm, die Lücke zu Norris zu schließen, welcher nach einem starken Auftritt im Sprint- und Hauptrennen nun 51 Punkte aufweist. Hamilton katapultierte sich damit auf den vierten Platz der Fahrerwertung, wobei Piastri, ebenfalls mit zwei Podestumsplätzen in den USA, nur noch acht Zähler vorn liegt.
Die Mercedes-Mannschaft hingegen scheint sich weiter von der Spitze entfernt zu haben. Antonelli dominierte mit drei Siegen in Folge und einem Punktepolster von 20 auf Russell und 41 auf den Ferrari-Führersitz – ein deutliches Zeichen für die Überlegenheit der Silberpfeile. Doch die Frage ist: Ist McLaren nun die ernstzunehmende Alternative zu Mercedes?
Und dann ist da noch der Kontakt mit Colapinto: Hamiltons Rennen wurde zusätzlich durch einen Kontakt mit Franco Colapinto beeinträchtigt, der zu Beschädigungen an der Seitenlinie des Autos und somit zu einem Verlust an wichtigen aerodynamischen Elementen führte. „Franco hat mich berührt, und ich habe ab diesem Moment viele Punkte verloren. Es war nur ein Kontakt, nichts weiter“, erklärte der Brite.
Die Saison 2026 hat für McLaren nun ernsthaft begonnen. Nach drei schmerzhaften Ausfällen in den ersten Rennen – ohne Start in China und Piastris Unfall in der Formationrunde von Australien – hat das Team am Wochenende bewiesen, dass es zu den Top-Teams gehört. Das Rennen um die Weltmeisterschaft ist damit breiter aufgestellt als je zuvor – Mercedes und Ferrari, die die ersten drei Podestumsplätze der Saison dominierten, stehen nun vor einer ernsthaften Herausforderung.
