Vfl eintracht hagen sichert sich 1,98-meter-torhüter jonas wilde

Der VfL Eintracht Hagen hat die Torhüter-Duo-Zukunft klar aufgestellt: Nach der Vertragsverlängerung von Pascal Bochmann bis 2028 holt der Tabellenfünfte der 2. Handball-Bundesliga mit Jonas Wilde einen 1,98 Meter großen Schlussmann vom TuS Ferndorf, der sofort Signal spricht – Aufstieg inklusive.

Neuer hüter, alter plan: oben mitspielen und aufsteigen

Neuer hüter, alter plan: oben mitspielen und aufsteigen

Wilde unterschrieb bis 2028, Bochmann bleibt, zwei andere Keeper müssen gehen. Dennis Wipf wechselt zum HC Oppenweiler/Backnang, Maurice Paske erhält keinen neuen Vertrag. Geschäftsführer Sebastian Schneider betonte, man habe „den langfristigen Konkurrenzkampf“ gesucht. Wilde selbst formuliert seine Mission schonungslos offen: „Oben mitspielen und in ein, zwei Jahren aufsteigen.“

Die Zahl, die stuckert: 1,98 m. So groß ist kaum ein Torwart in Liga zwei. Trainer Jörg Lützelberger will aus dieser Reichweite neue Abwehrvarianten basteln, besonders gegen Kreisläufer mit Sprungwurf. Wilde blockte in dieser Saison 29 Prozent der Fernschüsse, bei Ferndorf war er allein gegen 7-Meter-Referees unbeirrbar. Die Quote reicht, um in Hagen sofort den Anspruch auf Startplatz zu erheben.

Doch der Deal hat einen Haken. Der TuS Ferndorf verliert seine Nummer eins kurz vor dem Angriff auf die Oberliga-Relegation. Sportdirektor Markus Berens sprach von „einem Schlag ins Kontor“, fordert aber eine schnelle Lösung. Wer springt ein? Noch weiß es niemand. Für Eintracht Hagen ist das Nebensache – sie haben ihr Rückgrat schon verpflichtet.

Die Botschaft an den Rest der 2. Liga: Hagen will nicht nur den Klassenerhalt, sondern den Sprung in die Erste. Mit Bochmann und Wilde besitzen die Westfalen nun zwei Keeper, die sich gegenseitig auf Topniveau pushen. Wenn die Rückrunde startet, steht schon ein halbes Team zwischen den Pfosten. Der Rest des Kaders muss folgen – sonst wird aus dem Aufstiegstraum schnell ein Déjà-vu der vergangenen Play-off-Enttäuschungen.