Vfb suhl schreibt geschichte: pokalheldinnen ins goldene buch eingetragen
Der VfB Suhl hat nach 18 Jahren wieder den DVV-Pokal gewonnen – und Thüringen liegt den Volleyballerinnen zu Füßen. Am Montag durften sich die Siegerinnen in die Goldenen Bücher der Staatskanzlei eintragen.
Staatskanzlei erfurt: hände zittern, stimme heiser
Laura Berger stand vor dem Ehrenbuch und spürte, wie ihr die Hand zitterte. „Ich habe am ganzen Körper gezittert“, sagt die Mittelblockspielerin. Emma Sambale klingt nach der durchtanzten Nacht wie nach einem Fünf-Satz-Krimi – ihre Stimme ist kratzig, das Lächeln bleibt. „Meine Hand hat gezittert, das hat schon eine große Bedeutung“, sagt die 22-jährige Außenangreiferin. Die Nacht zuvor war lang, die Party ausgelassen. Der erste Titel für Sambale, der erste Pokal für den VfB seit 2008.
Ministerpräsident Mario Voigt empfindet den Triumph als „Riesenerfolgsgeschichte für den Freistaat“. Er verfolgte das Finale am Ticker, erlebte ein „David-gegen-Goliath-Duell“ und sieht Potenzial: „Vielleicht geht noch mehr in diesem Jahr.“ Fast 2000 Fans hatten die Suhlerinnen nach Mannheim begleitet, die ganze Liga sprach von der Sensation.

Suhls blick nach vorn: schwerin wartet, sambale warnt
Doch die Realität holt schnell ein. Am Mittwoch steht das Punktspiel beim Meister Palmberg Schwerin an. „Man darf sich jetzt nicht ausruhen, denn jeder will uns jetzt schlagen“, sagt Sambale. Laura Berger nickt: „Wir wollen mehr.“ Der Pokal ist erst der Anfang, der Mythos um den VfB Suhl wächst. In der Stadt wird am Marktplatz weitergefeiert, die Goldene Buch-Eintragung ist unterschrieben, die Saison noch lang.
Die Liga hat gewarnt: Suhl ist zurück – und diesmal mit Gold im Gepäck.
