Aston martin: vibrationen besiegt – alonso blickt nach vorne
Die Horrorwoche in Australien scheint weit hinter Aston Martin zu liegen. Nach wochenlangen fieberhaften Bemühungen hat das Team um Adrian Newey das hartnäckigste Problem der Saison 2026, die unerträglichen Vibrationen, endlich in den Griff bekommen. Ein Befreiungsschlag, der nun den Weg für Fortschritte und eine realistischere Zielsetzung ebnen könnte.

Die ursache: kein motordefekt, sondern reifen
Die Geschichte begann mit einem Knall in Australien, als Newey in der Pressekonferenz öffentlich Zweifel an der Leistungsfähigkeit des Honda-Antriebs äußerte. Die Bestätigung kam auf der Strecke: Aston Martin-Boliden fielen reihenweise aus, die Fahrer klagten über heftige Vibrationen, die das Fahrzeug unkontrollierbar machten. Doch die Ursache lag nicht im Motor, wie zunächst befürchtet. Stattdessen offenbarten Untersuchungen nach intensiver Arbeit zwischen Japan und Silverstone ein Problem mit den Reifen – ein Flachmann, der die Konstruktion des Autos zum Beben brachte.
Die Erleichterung in Silverstone ist groß, denn die Behebung dieser Schwachstelle ermöglicht es dem Team, sich nun anderen Verbesserungen zu widmen. Shintaro Orihara, Honda’s Ingenieurchef am Streckenrand, betonte: „Wir haben den Grand Prix und den Sprint ohne Zuverlässigkeitsprobleme absolviert, das ist ein guter Fortschritt.“ Der Fokus liegt nun auf der Optimierung der Energierückgewinnung und der Anpassung des Fahrstils an die neuen Gegebenheiten. Auch die Leistungssteigerung der Antriebseinheit steht weiterhin ganz oben auf der Prioritätenliste.
Alonso’s Blick nach Miami
Fernando Alonso, der in Miami hoffte, ein gutes Ergebnis zu erzielen, konnte am Freitag zwar noch einige ungewöhnliche Vibrationen feststellen, die er über Funk meldete, doch diese waren offenbar auf das beschriebene Reifenproblem zurückzuführen. Er gab zu: „Es war durch einen Plan in den Reifen bedingt. Nicht vom Motor, sondern von den Rädern.“
Die kommenden Rennen, insbesondere die Europa-Tournee, werden zeigen, ob Aston Martin die erarbeitete Stabilität nutzen kann, um seine Position im Mittelfeld zu festigen und vielleicht sogar um höhere Ziele zu kämpfen. Das Team setzt vorerst auf wenige, aber gezielte aerodynamische Verbesserungen und den Aufbau einer soliden Basis für die weitere Entwicklung. Ein ambitioniertes Ziel ist es, Audi und Red Bull herauszufordern, doch das erfordert weitere Fortschritte.
Das größte Gespenst der Saison 2026 ist zwar vertrieben, doch wie Fernando Alonso weiß, „noch werden weitere Probleme auf uns zukommen.“ Die Arbeit in Silverstone geht weiter – denn im Rennsport gibt es nie ein endgültiges Ziel.
