Vandevoordt-patzer bringt vfb stuttgart drei goldene punkte
Ein Torwartfehler, ein eiskalt verwandelter Treffer, drei Punkte. Deniz Undav brauchte am Sonntagabend keine große Einladung – und Maarten Vandevoordt lieferte ihm eine auf dem Silbertablett. Der VfB Stuttgart bezwang RB Leipzig mit 1:0 und schiebt sich im Rennen um die Champions-League-Plätze mit nun drei Punkten Vorsprung vor den direkten Konkurrenten aus Sachsen.
Undavs 16. saisontor entscheidet das duell der königsklassen-anwärter
Es war die 56. Minute, als Vandevoordt einen simplen Pass direkt in den Fuß von Chris Führich spielte. Was danach folgte, war fast schon grausam in seiner Präzision: Führich legte ab, Undav traf trocken. Kein Zögern, kein Aufwand. Der Stürmer steht jetzt bei 16 Saisontoren – eine Zahl, die für sich spricht.
Bis zu diesem Moment hatte das Spiel kaum Großchancen geliefert. Beide Teams standen kompakt, suchten den schnellen Weg nach vorne, ohne sich dabei die Räume zu öffnen, die wirklich wehtun. Alexander Nübel rettete in der 53. Minute gegen Nicolas Seiwald mit einer Glanzparade und dem Pfosten als Helfer – einer jener Momente, die Spiele kippen können. Kurz darauf kippte das Spiel trotzdem, nur in die andere Richtung.

Nübel hält, vandevoordt patzt – so funktioniert schicksal im fußball
Die erste Hälfte hatte durchaus ihre Momente. Christoph Baumgartner scheiterte nach einem Stuttgarter Fehlpass freistehend am eigenen Unvermögen – zu hoch gezielt. Ermedin Demirovic köpfte auf der Gegenseite knapp vorbei. Das Spiel suchte seinen Helden, fand ihn aber erst im Fehler des Gegners.
Trainer Sebastian Hoeneß hatte sein Team gegenüber dem Porto-Spiel auf zwei Positionen verändert: Luca Jaquez und Führich begannen für Chabot und Nartey. Die Entscheidung für Führich erwies sich als goldrichtig – er war direkt am einzigen Tor des Abends beteiligt.

Acht spieltage, drei punkte puffer – und am donnerstag wartet porto
Der VfB steht nach diesem Sieg als Tabellenvierter mit drei Punkten Vorsprung auf Leipzig – acht Spieltage vor Schluss. Das ist kein beruhigender Polster, aber einer, mit dem man arbeiten kann.
Willi Orban traf in der Nachspielzeit noch den Pfosten. Leipzig hätte sich einen Punkt verdient gehabt, bekam aber nichts. So ist das manchmal.
Schon am Donnerstag wartet die nächste Aufgabe: das Rückspiel in der Europa League beim FC Porto (21:00 Uhr, RTL). Nach der 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel müssen die Stuttgarter in Portugal gewinnen – um erstmals seit 28 Jahren ein Europapokal-Viertelfinale zu erreichen. Dieser VfB hat gerade bewiesen, dass er mit Druck umgehen kann. Ob das auch in Porto reicht, werden 90 Minuten zeigen.
