Tottenham rutscht tiefer: de zerbi kann 15 spiele ohne sieg nicht stoppen
2:2 gegen Brighton – und das war noch ein Geschenk. Tottenham schafft auch unter Roberto De Zerbi keinen Sieg, kassiert in der fünften Minute der Nachspielzeit den Ausgleich und bleibt damit seit 15 Pflichtspielen ohne Dreier. Der Klub aus Nordlondon steht weiter auf einem Abstiegsplatz, 49 Jahre nach dem letzten Abstieg rückt der GAU näher.
Xavi simons zeigt auf, aber tottenham stolpert über sich selbst
De Zerbi stellte um, setzte auf Xavi Simons statt auf Son – und der Niederländer lieferte. Er bereitete das 1:0 durch Pedro Porro mit einer Flanke vor, die Brighton-Keeper Bart Verbruggen komplett verlas. Kurz darauf hätte Simons selbst erhöhen können, aber sein Schuss aus sieben Metern klatschte gegen den Pfosten. Porro setzte den Nachschuss neben das Tor.
Brighton antwortete mit dem nächsten Pfosten, dann mit dem Ausgleich: Pascal Groß chippte in die Box, Kaoru Mitoma nahm die Kugel volley und hämmerte sie ins Kreuzeck – 1:1 zur Pause. Die Gäste von Fabian Hürzeler hatten nicht mehr Ballbesitz, aber mehr Klarheit.

De zerbi jubelt 77 minuten – dann kommt rutter
Nach der Pause dasselbe Bild: Tottenham wälzt sich in Ballbesitz, Brighton wartet. Simons dreht sich am Sechzehner frei, zielt mit links – 2:1, sein zweites Tor in dieser ligatierten Saison. Die Tottenham-Fans ahnen das Unheil, sie haben es zu oft gesehen.
Die Quittung folgt auf dem Fuß. In der fünften Minute der Nachspielzeit verliert Kevin Danso die Kugel an der eigenen Strafraumgrenze, Jan Paul van Hecke legt quer und Georginio Rutter donnert das Leder unter die Latte. 2:2, die Brighton-Bank explodiert, De Zerbi stemmt die Hände in die Hüften.
Die Tabelle lügt nicht: Tottenham hat 26 Punkte, liegt zwei Zähler hinter Platz 17 und muss am letzten Spieltag bei Manchester City gewinnen – während Burnley und Everton aufeinandertreffen. Die Mathematik ist gnadenlos, die Stimmung auf 62.000 im Tottenham Hotspur Stadium erinnert an ein Begräbnis.
Die Saison 2026 wird in die Geschichte eingehen – als die schlechteste seit 1915. Und wenn am 23. Mai die Luft raus ist, bleibt nur eine Frage: Wer will diesen Verein noch retten, wenn selbst ein Taktik-Fuchs wie De Zerbi keine Handbreit Boden unter den Füßen findet?
