Sensation in köln: magdeburg scheitert an überraschungsteam bergisch hc!
Die Handball-Welt steht Kopf! Der Champions-League-Sieger SC Magdeburg hat im Halbfinale des DHB-Pokals eine unfassbare Niederlage gegen den Liga-15. Bergischen HC einstecken müssen. Das Finale gegen Berlin, ein Traum von einem Titelgewinn, ist geplatzt – und das im dramatischsten Siebenmeterwerfen!
Ein fight für die ewigkeit
70 Minuten Kampf, ein 27:27-Unentschieden, und dann die Nervenheimsuchung: Magdeburg scheiterte am Bergischen HC, der sich mit einer beeindruckendenLeistung und einem herausragenden Torwart Christopher Rudeck gegen den Klassenunterschied behauptete. Die Spannung im Bergischen HC war greifbar, die Fans tobten, und die Mannschaft kämpfte mit Herz und Seele – ein emotionaler Kraftakt, der sich auszahlte.
Die Füchse Berlin hatten zuvor im ersten Halbfinale den Ligakonkurrenten TBV Lemgo Lippe mit 39:36 bezwungen, ein ebenfalls hart umkämpftes Spiel, das die Berliner letztlich mit ihrer Routine und ihrem starren Willen für sich entscheiden konnten. Der Kontrast dazu: Magdeburg, das eigentlich auf den Triple-Erfolg in Liga, Pokal und Champions League zielte, verlor hier und jetzt die erste wichtige Chance. Ein bitterer Rückschlag für Bennet Wiegerts Team.
Rudeck wird zum Helden: Der Torwart des BHC war schlichtweg überragend. Vier Siebenmeter parierte er im entscheidenden Werfen, während Manuel Zehnder für Magdeburg den vermeidbaren Fehler beging. Seine Leistung war der Schlüssel zum Erfolg des Außenseiters.

Berlin cool, magdeburg am limit
Während Berlin gegen Lemgo zwar ebenfalls Nerven bewies, fand der SCM nie zu seiner gewohnten Stärke. Die Bergischen hingegen, angetrieben von ihren Fans, lieferten von der ersten Minute an einen Kampf auf höchstem Niveau. Trainer Wiegert suchte nach Lösungen, forderte mehr Bewegung in der Offensive, doch das Bollwerk des BHC ließ kaum Durchlässigkeit zu. „Wir wussten genau, was hier passiert“, kommentierte Wiegert die Situation, „darin sind wir fantastisch – mit Kopf, bitte, Ruhe rein!“
Die Füchse Berlin hingegen demonstrierten eine beeindruckende Coolness. Mit 18 Paraden von Dejan Milosavljev und einer herausragenden Leistung von Mathias Gidsel (8 Tore) und Lasse Andersson (11 Tore) waren sie dem Pokalsieg einen Schritt näher. Auch Lemgo zeigte Moral, hielt den Meister lange in Schach, doch am Ende reichte es nicht.
Die Faszination des Pokalwettbewerbs bewies, dass es auch für vermeintlich kleinere Teams möglich ist, die Großen zu ärgern. Der Bergische HC hat nun die Chance, am Sonntag gegen Meister Berlin um den Titel zu kämpfen. Ein Märchen, das noch kein Ende hat.
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