Kriechmayr denkt nach: karriereende nach der wm 2027?

Österreichs Speed-Ass Vincent Kriechmayr hat mit Andeutungen über seine sportliche Zukunft für Aufsehen gesorgt. Der Doppel-Weltmeister von 2021 deutet einen möglichen Rückzug nach der Weltmeisterschaft 2027 an, was die Fans und den ÖSV gleichermaßen in Bewegung setzt.

Die suche nach der alten lockerheit

Die suche nach der alten lockerheit

Kriechmayr kämpft seit einiger Zeit mit fehlender Lockerheit und dem harten Ringen am Limit. Diese Erkenntnisse, offen geäußert, lassen Zweifel aufkommen, ob der 34-Jährige noch viele Jahre auf höchstem Niveau konkurrieren kann. Doch die jüngsten Kader-Nominierungen und die optimistischen Worte von Alpinchef Christian Mitter lassen auf eine Fortsetzung hoffen. Mitter zeigte sich gegenüber LAOLA1 zuversichtlich: “Ich gehe davon aus, dass er weiterfährt. Er trainiert und ist voll motiviert.”

Die entscheidende Rolle scheint dabei Peter Meliessnig, Kriechmayrs einstiger Konditionstrainer, zu spielen. Kriechmayr selbst machte seine Rückkehr zu einer Bedingung für eine Fortsetzung seiner Karriere deutlich: “Wenn dieser zurückkehrt, dann mache ich weiter.” Der ÖSV scheint sich dieser Forderung anzupassen und arbeitet an einer Lösung, um Meliessnig wieder ins Team zu integrieren. Dies würde nicht nur Kriechmayrs Motivation steigern, sondern auch dem österreichischen Speed-Team einen enormen Schub verleihen.

Die Dichte im Speed-Bereich fehlt: Während die österreichischen Skifahrer im Super-G wieder erfolgreicher agieren, bleibt die Dichte in der Abfahrt hinter den Erwartungen zurück. Kriechmayr, als Vierter der Disziplinenwertung, war der einzige Österreicher unter den Top 10 – ein Fakt, der die Notwendigkeit seines Verbleibs im Team unterstreicht. Seine Erfahrung und sein Können sind unbezahlbar, besonders angesichts der anstehenden Herausforderungen im Weltcup. Der Druck ist enorm, die Erwartungen hoch, aber Kriechmayr scheint bereit zu sein, sich dieser Aufgabe zu stellen – vorausgesetzt, sein Trainer kehrt zurück.

Die Debatte um das Karriereende scheint sich nun in Richtung einer Fortsetzung zu bewegen, allerdings mit klaren Bedingungen. Nur die Zeit wird zeigen, ob die Zusammenarbeit mit Peter Meliessnig die entscheidende Zutat für Kriechmayrs weiteres Engagement im Ski Alpin ist. Vieles deutet darauf hin, dass wir den charismatischen Speedfahrer noch einige Zeit auf den Pisten erleben werden, solange die Chemie stimmt und die Motivation intakt bleibt.