Stützle trifft, senators stolpern – playoff-traum rückt in gefahr

Tim Stützle schoss, traf – und verlor trotzdem. Die Ottawa Senators kassierten beim 1:4 in Washington einen herben Dämpfer im Rennen um die Wild-Card-Plätze, obwohl ihr deutscher Superstar erst drei Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer markierte.

Die serie ist gerissen – und das timing ist brutal

Die serie ist gerissen – und das timing ist brutal

Nach fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen schien Ottawa auf der Überholspur. 77 Punkte, Rang vier im Wild-Card-Ranking des Ostens – ein komfortables Polster. Doch die Capitals liegen nun nur noch einen Zähler zurück und haben noch ein Spiel in der Hinterhand. Die Luft wird dünn für die Senators.

Stützle selbst blieb trotz seines 31. Saisontreffers in Erinnerung an diesen Abend. Zuvor hatte ihn eine Serie von 14 Partien mit mindestens einem Scorerpunkt ausgezeichnet – dann zwei Matches ohne Beteiligung, nun das Tor zum 1:2, das nur noch Ergebniskosmetik war. Mit 71 Punkten führt er weiterhin die interne Scorerliste an, doch das hilft ihm wenig, wenn die Punkte auf der Haben-Seite der Gegner landen.

Alexander Owetschkin, 40 Jahre alt und immer noch brandgefährlich, eröffnete den Torreigen. Sein 1:0 war Programm – die Senators erwischten einen rabenschwarzen Abend. Trotz 36 Schüsse auf das Gehäuse von Charlie Lindgren fanden sie nur einmal den Weg ins Netz. Die Defensive hingegen wirkte wie gelähmt, die Zweikampfführung zu spät, die Zuordnung unklar. Washington spielte das Spiel nach Plan, Ottawa lief hinterher.

Für Stützle bleibt die Erkenntnis: Selbst wenn er trifft, reicht das nicht, wenn das Team nicht mitzieht. Die Playoff-Chance schrumpft mit jedem Fehlstart. Die nächsten Gegner? Tampa Bay, Florida, Carolina – kein leichtes Programm. Die Senators müssen jetzt liefern, sonst wird der Frühling ohne sie stattfinden.