Stützle schockt rangers: senators kratzen an der playoff-tür

Tim Stützle marschiert durch den Madison Square Garden, 23 Minuten Eiszeit, kein Tor, keine Vorlage – und trotzdem der Chef. Die Ottawa Senators schlagen die New York Rangers 2:1, rutschen auf zwei Punkte an die Wildcard heran und zwitschern den Playoff-Gegnern ins Ohr: Wir kommen.

Die pinto-foegele-connection trifft, stützle lenkt

Shane Pinto und Warren Foegele erzielen die Tore, aber der Deutsche steuert das Spiel. 23:12 Minuten Offensiv-Shift, drei Schüsse, zwei Blocks, ein Dauerläufer, der die Rangers-Defense in Schwindel versetzt. „Wir greifen als Einheit ineinander“, sagt Verteidiger Jordan Spence, „und Tim ist der Motor, der uns antreibt.“

Die Siegesserie hält seit dem 2:4 gegen Boston. Drei Siege nacheinander, 9 aus 13 Spielen seit der Olympia-Pause – die Quote eines Teams, das plötzlich glaubt. Die Senators haben zwölf Partien mehr auf dem Plan, und jede fühlt sich wie ein Finale an.

Nächster halt: detroit – duell deutscher zukunft

Nächster halt: detroit – duell deutscher zukunft

Mittwochnacht treffen sie auf Moritz Seider und die Red Wings. Detroit liegt zwei Zähler vor Ottawa, Tabellenplatz sieben gegen neun – ein Sech-Punkte-Spiel, das in Deutschland die Alert-Apps zum Glühen bringen. Dazu führt Marco Sturm die Boston Bruins auf Platz eins der Wildcard, Lukas Reichel stapft mit – vier Deutsche, zwei Tickets, ein Zweikampf um Eishockey-Ewigkeit.

Die Fakten sind hart: 82 Punkte sind momentan die Playoff-Marke, Ottawa steht bei 76. Die Formkurve aber zeigt nach oben, während die Konkurrenten zittern. Und im Kader der Senators schlummert mit Jake Sanderson noch ein Top-Prospect, der nach seiner Verletzung zurückkehrt – ein Turbo, den Trainer Travis Green auf Reserve gehalten hat.

Die Uhr tickt, die Liga schaut. In Kanada sprechen sie wieder vom „Pesky Sens“, jener Truppe, die 2012 als Achter die Krone stürmte. Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie hallt nach. Und wer im MSG gewinnt, glaubt an Schicksal.