Sinner zermalmt zverev zum siebten mal – deutsches tennis in miami am boden
Die Serie reißt nicht. Alexander Zverev verliert auch sein siebtes Duell gegen Jannik Sinner, scheidet beim Masters in Miami aus und schaut wieder einmal in die Röhre. 1:53 Stunden dauert das Match, 3:6, 6:7 (4:7) lautet das bittere Endergebnis. Für den Deutschen bleibt Florida eine vermaleurte Station – das Finale erreichte er dort zum letzten Mal vor acht Jahren.
Sinner schraubt rekord auf 32 sätge in serie
Der Italiener jagt Geschichte. Mit dem Erfolg gegen Zverev gewinnt Sinner seinen 32. Satz in Folge bei einem 1000er-Turnier – ein neuer persönlicher Bestwert. Vor den Augen von Ronaldo Nazário, der auf der Haupttribüne Platz nahm, servierte er in den Breakbällen wie aus der Kiste. „Sascha ist ein unglaublicher Spieler“, sagt Sinner nach dem Match, „aber ich habe in den wichtigen Momenten den ersten Aufschlag getroffen. Das war der Unterschied.“
Zverev selbst wirkte nach dem Match wie leergepumpt. Er war früh mit einem Break im Hintertreffen, kämpfte sich im zweiten Satz ins Tiebreak – und verlor dort vier Punkte in Serie. „Ich habe alles versucht“, sagt er mit heiserer Stimme, „aber er lässt dir einfach nichts schenken.“ Die Niederlage tut weit mehr als nur weh: Zverev rutscht in der Rangliste zwar auf Platz drei, doch die Trophäe, die er sich erhofft hatte, bleibt aus.

Deutsches tennis verabschiedet sich früh
Mit Zverev ist in Miami der letzte deutsche Akteur ausgeschieden. Eva Lys, Ella Seidel, Tatjana Maria, Jan-Lennard Struff, Yannick Hanfmann und Daniel Altmaier hatten bereits in Runde eins die Koffer gepackt, Laura Siegemund schied in Runde zwei aus. Für die deutsche Tennis-Delegation endet der Masters-Traum, bevor er richtig begann. Kein Einzelspieler, kein Einzelspielerin – ein Vorkommnis, das in der Statistik nur selten auftaucht.
Sinner trifft nun im Finale auf Jiri Lehecka. Der Tscheche schaltete Taylor Fritz aus und spielt das größte Match seiner Karriere. Sinner seinerseits hat die Chance, als erster Spieler seit Roger Federer 2017 das Sunshine-Double zu vollenden – Siege in Indian Wells und Miami im selben Jahr. Die Zahlen sprechen für ihn: 18 Matches, 18 Siege, keine Niederlage seit Februar. Die Frage ist nicht mehr, ob er gewinnt, sondern wie lange seine Siegesserie noch andauert.
Für Zverev bleibt die Erkenntnis: Sinner ist zurzeit eine Wand. Und selbst die härteste Prüfung kann man bestehen oder durchfallen – Zverev fiel erneut durch.
