Serie-a-verteidiger: diese topstars ziehen den fantasy-coach aus dem loch

Am Freitag um 20.45 Uhr fällt der Startschuss für den 28. Spieltag – und wer in der Fantasy-Liga nicht aufpasst, kassiert ein Déjà-vu der üblen Art. Die Lösung steht in Mailand, Turin und Rom: Dimarco, Bremer, Mancini & Co. liefern die Clean-Sheet-Punkte, bevor der Derby-Tornado vom Sonntag alles durcheinanderwirbelt.

Warum gerade diese woche die abwehr den pokal zieht

Warum gerade diese woche die abwehr den pokal zieht

Napoli empfängt ein Torino ohne Belotti-Spirit, Inter hat den Derby-Druck auf den Schultern und Lazio spielt gegen ein Sassuolo, das Auswärts schon seit fünf Partien klingelt. Kurz: Die Null steht öfter drin als sonst. Marco Bruckner, Statistik-Guru der Gazzetta, hat deshalb die Defensiv-Rangliste neu gemischt.

Für seine erste Stufe hat er nur Spieler mit drei Kriterien aufgenommen: mindestens 75 % Einsatzzeit, zwei Torschüsse pro 90 Minuten aus zweiter Reihe und eine xGC-Quote (Expected Goals Conceded) unter 0,8. Die Liste liest sich wie ein Werksverzeichnis der italienischen Nationalmannschaft: Federico Dimarco führt trotz 28 Jahren und 1,71 m Körpergröße die Pressing-Statistik an, Tomori gewinnt 67 % seiner Duelle in der eigenen Hälfte und Bremer traf schon dreimal per Kopfball – mehr als mancher Stürmer.

Die zweite Reihe verspricht gezielte Risikozocker. Scalvini (Atalanta) steht vor einem Startelf-Comeback, Ostigard bekam gegen Roma die Note 7,5 und kostet nur 5,4 Mio. Fantasy-Krediten. Wer hier kauft, holt sich Punkte pro Euro statt pro Prestige.

Die dritte Gruppe ist das Revier der Spätentscheider. Darmian spielt rechts statt links, was seine Flanken-Bilanz nach oben schraubt, und Gosens kehrt nach seiner Sprunggelenk-Entzündung zurück – genau dann, wenn die Konkurrenz ihn schon abgeschrieben hatte. Ein einziger Assist reicht, um den Marktwert zu explodieren.

Und dann die Warnliste. Nelsson traf in den letzten fünf Partien dreimal eigenes Tor und Netz – leider das falsche. Bella-Kotchap reist mit einer Schulterprellung, die ihn 90 Minuten auf der Tribüne kosten könnte. Hier verbraucht man Startplätze, keine Punkte.

Die Zahlen sind gnadenlos: Wer in den letzten drei Spieltagen auf die Top-Verteidiger setzte, holte 21 Punkte mehr als der Durchschnitt. Die Tabelle lügt nicht – und die Uhr tickt. Der Fantasy-Markt schließt am Freitag um 19.30 Uhr, zehn Minuten vor dem ersten Pfiff in Neapel.

Entscheidend wird, wer den Derby-Faktor richtig einkalkuliert. Milan gegen Inter bedeutet Tempo, aber auch Gelbe-Karten-Flut. Calabria und Bastoni liegen in der Warnzone, weil beide bereits fünf Kartons gesammelt haben – ein weiteres Mal droht Sperre. Genau das könnte den Trainer zwingen, früh zu wechseln und die Fantasy-Punkte zu verschenken.

Fazit: Sicherheit liegt diesmal hinten. Wer jetzt auf Abwehrstars baut, kann vor dem internationalen Länderspiel-Pfusch noch einmal zehn Punkte gutmachen – und der Verfolger mit dem Premium-Sturm schaut in die Röhre. Die Serie A liefert die Nullen, wir nur noch den Klick.