Serie a: diese mittelfeldspieler liefern punkte – und diese nicht
Die 28. Spieltag-Wind dreht sich. Wer jetzt den falschen Sechser aufstellt, verschenkt wertvolle Fantacalcio-Punkte. Klaus Schäfer liefert die Listen, die zwischen Tops und Flops trennen.
Mckennie und co. – die unverzichtbaren
Weston McKennie tickt seit der Rückkehr in die Juve-Startelf in Weltmeister-Manier. Gegen Udinese gewann er 78 % seiner Duelle, sprintete 11,2 km – beides Teamrekord. Gegen Empoli am Samstag erwartet ihn ein defensives Mittelfeld, das in dieser Saison schon 14 Gegentore nach Standards kassierte. McKennie ist deshalb Kapitänspflicht. Dahinter lauern Zielinski (Napoli) und Vlasic (Torino), die in den letzten fünf Spielen zusammen acht Scorerpunkte sammelten. Wer sie noch auf der Bank hat, verschenkt Rendite.

Der milan-derby-faktor
Am Sonntagabend (20.45 Uhr) rollt der Ball im Giuseppe-Meazza-Stadion. Die letzten beiden Derbys endeten 1:1 – beide Male stand Rabiot in der Startformation. Seine 31 Balleroberungen im Mittelfeld sind Serie-A-Spitze. Inter setzt dagegen auf Calhanoglu, der in der laufenden Saison bereits sieben Fernschüsse versenkte. Für Fantacalcio-Manager heißt es: Wer Rabiot hat, setzt auf Stabilität; wer Calhanoglu besitzt, spielt auf Knaller. Beide sind zweitklassige Optionen, nicht erstklassige – das Risiko ist kalkulierbar, der Gewinn groß.

Vorsicht vor versteckten fallen
Gagliardini (Monza) und Keita (Cagliari) landen in der vierten Risikogruppe. Der Grund: Monza kassierte in den letzten vier Partien sieben Gegentore aus dem Zentrum heraus, Cagliari gewann nur 38 % der Zweikämpfe im Mittelfeld. Die Statistik lügt nicht – wer hier setzt, verschenkt Minuspunkte. Gleiches gilt für Vranckx (Venezia), der nach seiner Rückkehr aus der U21-EM nur 56 % seiner Pässe traf. Bei Auswärtsspielen in Florenz ist er ein Kandidat für die rote Laterne.
Die Gewinner heißen Nico Paz (Como) und Vergara (Empoli). Beide Spieler kosten unter 5 Millionen Credits, erzielten in den letzten drei Spielen aber jeweils zwei Assists. Die Quote für einen erneuten Punktregen steht bei 3,2 – ein Wert, den man sonst nur bei Stars findet. Die Botschaft lautet: Nicht die Marke zählt, sondern die Form.
Am Ende bleibt eine einfache Rechnung: Wer die Top-Fünf startet, holt im Schnitt 6,8 Punkte pro Spieler. Wer auf Risiko setzt, landet bei 4,1. Die Differenz von 2,7 Punkten entscheidet am Ende über Platz eins oder zehn. Die Karten liegen offen – jetzt ist der Trainer gefragt.
