Benavidez demoliert ramírez – und wirft einen schatten auf seine zukunft!

David Benavidez hat Gilberto ‘Zurdo’ Ramírez in einer atemberaubenden Vorstellung besiegt, die den Boxsport-Himmel kurzzeitig erstrahlen ließ. Der ‘Monstruo Mexicano’ präsentierte eine Schlagkraft und Aggressivität, die selbst einen erfahrenen Cruisergewicht-Champion wie Ramírez in die Knie zwang. Doch der Triumph ist von Kontroversen überschattet – ein Codello wirft Fragen nach Benavídez’ Integrität auf.

Ein sieg, der fragen aufwirft: fair oder schmutzig?

Die Leistung von Benavidez war schlichtweg dominant. Seine Kombinationen, eine Lawine aus Hieben, überrollten Ramírez und zwangen diesen zur Aufgabe. Dieser Sieg katapultiert den jungen Amerikaner weiter nach oben im Weltranglistensystem und festigt seinen Status als einer der aufregendsten Kämpfer im Schwergewicht. Er klettert weiter die Leiter und ist nun Fünfter der Weltrangliste – laut Ring Magazine, das aktuell von Naoya Inoue angeführt wird. Die Frage ist: Kann Benavidez diesen Schwung nutzen, um sich an die Spitze zu kämpfen?

Doch der Sieg ist getrübt. Ein Codello während der entscheidenden Kombination sorgte für Diskussionen und Kritik. Benavidez selbst, in einem Interview mit Ariel Helwani, versuchte, die Situation zu entschärfen. „Ich möchte einen Punkt klären, der mich ein wenig enttäuscht: Dass die Leute denken, ich sei ein schmutziger Kämpfer. Das bin ich noch nie gewesen. Manchmal passieren Dinge, wenn man so eine Kombination abspult. Ich boxe mit 10-Schlag-Kombinationen, da kann es passieren. Aber ich bin kein schmutziger Kämpfer, war nie einer und werde nie einer sein.“ Seine Erklärung mag überzeugen, aber der Vorfall wird ihm wohl noch lange nachhängen.

Die zukunft ist ungewiss: beterbiev, bivol oder doch opetaia?

Die zukunft ist ungewiss: beterbiev, bivol oder doch opetaia?

Die unmittelbare Zukunft von Benavidez scheint rosig. Er hat sich einen Namen gemacht und kann nun selbst bestimmen, welchen Weg er einschlagen möchte. Die Optionen sind verlockend: Ein Titelkampf gegen Artur Beterbiev oder Dmitri Bivol im Cruisergewicht wäre ein echter Kracher. Alternativ könnte er sich Jai Opetaia im Cruisergewicht vornehmen. Doch Roy Jones Jr. hat im Podcast ‘Hall of Game’ eine andere Empfehlung ausgesprochen: „Ein Superkampf zwischen Benavidez und Usyk wäre einer der wichtigsten Kämpfe dieser Dekade. Es wäre unklug, Benavidez jetzt die Chance zu geben, Opetaia zu nutzen, nur weil er oben steht. Du kannst immer noch gegen Opetaia kämpfen, wenn du willst. Wenn du gegen Usyk verlierst, ist der Kampf gegen Opetaia immer noch da; wenn du gegen Opetaia verlierst, ist der Kampf gegen Usyk weg. Sei schlau dabei.“

Jones Jr.'s Worte sind ein Appell an Benavídez, strategisch zu denken und das größere Bild im Auge zu behalten. Der Weg zum Ruhm ist lang und steinig, und manchmal ist es besser, einen vermeintlich leichteren Gegner aus dem Weg zu gehen, um sich auf die wirklich großen Herausforderungen vorzubereiten. Die Entscheidung liegt bei Benavidez – und sie wird den Boxsport maßgeblich beeinflussen.