Vfb stuttgart: hoeneß fordert frühe dominanz gegen leverkusen
Stuttgart – Die Luft knistert vor Spannung in der Mercedes-Benz Arena. Nur noch zwei Spieltage trennen den VfB Stuttgart vom DFB-Pokalfinale und der potenziellen Königsklasse. Vor dem direkten Duell mit Bayer Leverkusen am Samstag liegt der Fokus indes klar auf den ersten Minuten – und den Erwartungen des Trainers Sebastian Hoeneß.
Die anfangsphase entscheidet: hoeneß’ klare ansage
Nach dem turbulenten 3:3 in Hoffenheim, einem Spiel, das Hoeneß selbst als „Warnschuss“ bezeichnete, gilt es nun, die Lehren zu verinnerlichen und direkt umzusetzen. Die Schwaben sind punktgleich mit Hoffenheim und Bayer Leverkusen, was die Bedeutung des bevorstehenden Spiels unterstreicht. „Wir sind voll in der Crunchtime“, so Hoeneß, „die Antennen sind oben, die Spannung ist spürbar, die Energie ist spürbar.“ Er lässt sich jedoch nicht von Rechenspielen bezüglich eines möglichen fünften Champions-League-Platzes ablenken. 58 Punkte stehen für die bisherige Saison zu Buche – eine respektable Leistung, doch für die Königsklasse braucht es wohl noch zwei weitere Siege.
Die jüngste Begegnung in Sinsheim offenbarte Schwächen in der Defensivarbeit, die der VfB nun dringend abstellen muss. Hoeneß betonte, dass die Aufarbeitung des „Warnschusses“ deutlich und hörbar war. „Nach einem freien Tag sei der Warnschuss dann so langsam verhallt und in einen konzentrierten Blick nach vorne übergegangen“, erklärte er.

Konzentration statt träumerei: die lehre aus vergangenen spielen
Genau das fordert Hoeneß nun von seinem Team: absolute Konzentration. Die zurückliegenden Partien gegen Bremen (1:1), Freiburg (2:1 n. V.) und Hoffenheim (3:3) zeigten, dass die Mannschaft in der ersten Halbzeit regelmäßig in Rückstand geraten war. „Mehr Schärfe, mehr Achtsamkeit und Fokussierung“, so der Coach, der auf die bereits bewiesene Fähigkeit seines Teams verweist, diese Anforderungen zu erfüllen – wie beispielsweise im Hinspiel gegen Leverkusen, als der VfB eine 4:0-Führung zur Pause herausspielte. Auch wenn Hoeneß dieses Spiel als „Blaupause“ betrachtet, ist er sich bewusst, dass sich Leverkusen weiterentwickelt hat.
Die Unterstützung der Fans wird eine entscheidende Rolle spielen. „Wir haben ein Heimspiel gegen Leverkusen, in dem es um sehr viel geht. Ich glaube, jeder, der im Stadion sitzt, weiß genau, was zu tun ist“, appellierte Hoeneß. Der Trainer möchte keine weiteren Worte verlieren und mahnt: „Es geht jetzt einfach darum, zu machen.“
Personell muss Hoeneß auf Jeltsch, al-Dakhil und den rotgesperrten Karazor verzichten. Ob Chema oder Nartey den Platz des Kapitäns im Zentrum einnehmen wird, ließ der Trainer offen. „Mit beiden Varianten hätte ich ein sehr gutes Gefühl.“ Die Ausgangslage ist klar: Der VfB Stuttgart muss sich gegen Leverkusen wehren, um seine Ambitionen auf die Champions League am Leben zu erhalten. Ein erfolgreicher Start in das Spiel wird dabei entscheidend sein – ein Fakt, den Sebastian Hoeneß seinen Spielern unmissverständlich vermittelt hat.
