Lask vor dem historischen triumph: kann salzburg noch kontern?

Linz – Die Raiffeisen Arena bebt! Am kommenden Sonntag hat der LASK die einmalige Chance, nach 61 Jahren wieder die österreichische Fußballmeisterschaft zu erringen. Zwei Spieltage vor Saisonende, nur noch zwei Punkte Vorsprung – die Spannung im Titelrennen ist kaum auszuhalten. Und die Liga bereitet sich bereits auf eine mögliche Meisterfeier vor.

Die vorbereitungen laufen auf hochtouren

Die vorbereitungen laufen auf hochtouren

Sollte der LASK bereits am Sonntag gegen Red Bull Salzburg den Sieg einfahren (ab 17.00 Uhr LIVE! bei kicker), wird die Liga wie gewohnt mit dem Übergabe des Meisterpokals und der Medaillen durch Vorstandsvorsitzenden Christian Ebenbauer für einen würdigen Rahmen sorgen. Die Arena ist restlos ausverkauft, ein Beweis für die Euphorie, die in Linz herrscht. Der Muttertag wird somit zu einem unvergesslichen Sportfest.

Salzburg, als Dritter mit einem Rückstand von vier Punkten, ist auf einen Sieg angewiesen, um seine theoretischen Titelhoffnungen am Leben zu erhalten. Doch die Linzer haben die Partie in der Hand, zumindest indirekt. Sie können vorzeitig jubeln, wenn sie mehr Punkte holen als Sturm Graz im Auswärtsspiel gegen Hartberg. Das Hinspiel gegen Hartberg endete bereits torlos, was die Ambitionen des LASK untermauert.

Der Traum vom Double ist nicht mehr fern. Bereits am 1. Mai triumphierten Sasa Kalajdzic und seine Teamkollegen im ÖFB-Cup, ein Erfolg, der die Moral zusätzlich stärkt. Der Meisterteller, ein imposantes Kunstwerk aus Messing mit einem Durchmesser von 65 Zentimetern und einem Gewicht von 11,5 Kilogramm, hat einen materiellen Wert von 18.000 Euro. Sollte der LASK am Sonntag nicht triumphieren, winken sie am 17. Mai in Wien gegen die Austria eine weitere Chance.

Allerdings hat sich in den letzten Jahren ein bemerkenswerter Trend im österreichischen Fußball abgezeichnet. Die Punktzahl des Meisters ist im „oberen Play-off“ seit 2019 kontinuierlich gesunken. Waren es 2019 noch 52 Punkte, 2020 50, 2021 51 und 2022 52, so reichten in der Saison 2023 lediglich 49 Punkte (Salzburg) und in der aktuellen Saison sogar nur 44 (Sturm). Das zeigt, wie eng die Konkurrenz geworden ist.

Die Chancen auf den Titel haben aktuell LASK (33 Punkte), Sturm Graz (31 Punkte) und Red Bull Salzburg (29 Punkte). Während Rapid (27 Punkte), die Austria (26 Punkte) und Hartberg (22 Punkte) nur mehr theoretische Möglichkeiten haben. Der Meisterteller, seit 2015 in dieser Form, ist ein Symbol für den österreichischen Fußball und wird die Namen aller bisherigen Meister auf seinem Rand tragen.

Die Frage, ob der LASK tatsächlich die beste Mannschaft Österreichs ist, wird am Sonntag beantwortet. Doch eines ist klar: Die Linzer haben die Chance, eine Ära einzuleiten und die lange Wartezeit auf den Meistertitel endlich zu beenden.