Seiko bringt echtzeit-transparenz in die rhythmische gymnastik

Sofía, Ende März. Der Weltcup in Rhythmischer Gymnastik wird diesmal nicht nur wegen der Athletinnen auf der Matte Gesprächsstoff liefern. World Gymnastics testet dort erstmals ein von SEIKO entwickeltes System, das die Punktabzüge jeder einzelnen Richterin in Echtzeit sichtbar macht. Wer den Sport kennt, weiß, wie lange auf diese Offenheit gewartet wurde.

Was das system wirklich verändert

Rhythmische Gymnastik und Schiedsrichter-Kontroversen – das ist eine Verbindung, die so alt ist wie der Sport selbst. Nicht weil die Richterinnen grundsätzlich schlecht arbeiten, sondern weil das Bewertungssystem jahrzehntelang eine Blackbox war. Entscheidungen verschwanden in Protokollen, die kaum jemand je zu Gesicht bekam. Das ändert sich jetzt.

Das SEIKO-System zeigt in Echtzeit die Chronologie und die Details der Abzüge jeder Richterin. Jede Entscheidung, jeder Moment der Bewertung – für alle Beteiligten sofort nachvollziehbar. Das klingt technisch, ist aber politisch: Wer sichtbar bewertet, bewertet anders.

Die stimmen aus der führungsetage

Die stimmen aus der führungsetage

Verbandspräsident Morinari Watanabe nennt das System „einen wichtigen Meilenstein im ständigen Engagement des Weltverbandes für Transparenz und Fairness