Doué tanzt auf der champions-league-bühne: ein star auf dem vormarsch
Paris. Désiré Doué, der junge Senegalese, der beim Paris Saint-Germain geradezu explodiert, hat eine klare Ansage gemacht: Er will nicht nur spielen, er will Geschichte schreiben. Und wer ihn dabei beobachtet, könnte fast meinen, Michael Jackson sei wieder auferstanden – zumindest beim Jubeln.

Der shootingstar, der bayern einst begehrte
Kaum jemand erinnert sich noch daran, dass der FC Bayern München im Sommer 2024 ernsthaft an einer Verpflichtung Doués interessiert war. Karl-Heinz Rummenigege gab unlängst zu: „Wir hätten ihn sehr gerne gehabt. Er wäre eine fantastische Verstärkung für uns gewesen. Aber er entschied sich für Paris, weil er seine Zeit in Frankreich priorisierte.“ Ein Wechsel, den die Münchner anscheinend akzeptierten, obwohl ein Talent dieser Qualität dem deutschen Fußball guttun würde.
Doch Doué hat sich in Paris einen Namen gemacht, und zwar nicht ohne Grund. Nach einer zunächst unspektakulären ersten Saison, in der er zwar bereits 32 Treffer (16 Tore, 16 Assists) erzielte – nur Lamine Yamal und Bradley Barcola waren besser – hat er nun eine neue Dynamik gefunden. Gerade seine Leistungen in der Champions League sind beeindruckend: acht Tore in der Gruppenphase und K.O.-Runden, darunter zwei gegen den FC Bayern.
Ein Rückschlag, der ihn beflügelte
Die Saison verlief nicht immer reibungslos. Zwei Muskelverletzungen ließen ihn für fast 80 Tage pausieren, und nach der Niederlage gegen sein Ex-Team Rennes wurde er indirekt von Ousmane Dembélé kritisiert. Doch Doué ließ sich nicht entmutigen. Stattdessen nutzte er die Situation, um sich neu zu fokussieren. „Fußball ist voller Überraschungen“, erklärte er nach einem seiner Spiele. „Diese Feier war persönlich. Ich will all den Lärm, der mich umgibt, aus meinem Kopf verbannen.“
Und er kann es beweisen. Seitdem hat er elf der 19 Tore, die PSG in dieser Saison erzielt hat, direkt entscheidend beeinflusst. Seine Statistiken sprechen für sich: Er ist der neunte der Top-Spieler, der am häufigsten im gegnerischen Strafraum den Ball berührt (7,92), der vierte, der am meisten präzise Pässe in den Strafraum spielt (2,68), der fünfte, der am meisten Dribblings erfolgreich abschließt (4,99), der dritte, der die meisten entscheidenden Pässe spielt (2,19) und der Zweite, der den Ball am weitesten nach vorne bringt (12,9).
Der Tanz geht weiter
Désiré Doué ist mehr als nur ein talentierter Spieler; er ist ein Kämpfer, ein Athlet und ein Künstler auf dem Rasen. Seine Ambitionen sind unstillbar. „Ich bin ein talentierter Spieler, aber mit viel Ehrgeiz“, betont er. Und mit diesem Ehrgeiz wird er auch im Rückspiel gegen den FC Bayern alles geben, um seinen Traum von der Champions-League-Trophäe zu verwirklichen. Denn eines ist klar: Doué tanzt nicht nur, er schreibt Geschichte.
