Sebastian rudy spricht offen über seine durchwachsene zeit beim fc bayern
Rudy blickt auf seine zeit in münchen zurück
Der ehemalige Nationalspieler Sebastian Rudy hat in einem Interview mit Spox Einblicke in seine Zeit beim FC Bayern München gegeben. Der Mittelfeldspieler wechselte im Sommer 2017 zu den Bayern, konnte sich aber nicht dauerhaft durchsetzen. „Ich habe mich damals riesig über das Angebot gefreut und musste nicht lange überlegen“, so Rudy. Er bedauerte, dass es nur ein Jahr in München blieb. „Ich hätte gerne länger für den FC Bayern gespielt.“

Die rolle von michael reschke
Michael Reschke, damals Technischer Direktor des FC Bayern, hatte sich laut Rudy stark für seine Verpflichtung eingesetzt. „Vor dem Transfer habe ich mich viel mit ihm unterhalten.“ Rudy war sich jedoch von Anfang an bewusst, dass er nicht als Stammspieler eingeplant war. „Mir war von vornherein klar, dass ich nicht für die Startelf eingeplant bin, aber als Kaderspieler 14 oder 15 meine Einsätze bekommen werde.“
Carlo ancelottis vertrauen und der plötzliche rauswurf
Unter Carlo Ancelotti hatte Rudy in der Anfangsphase der Saison viel Spielzeit. „Leider wurde er dann bald entlassen“, bedauert Rudy. Er schildert eine Atmosphäre der Unruhe vor Ancelottis Entlassung nach der 0:3-Niederlage in der Champions League gegen Paris Saint-Germain. „Ich hatte schon im Vorfeld Unruhe gespürt. Die betroffenen Spieler waren angefressen.“
Niko kovacs fehlende planung
Mit dem Amtsantritt von Niko Kovac änderte sich die Situation für Rudy schlagartig. „In der Vorbereitung 2018 war schnell klar, dass der neue Trainer nicht mit mir plant. Also musste ich handeln. Ich wollte meine Blütezeit nicht auf der Bank verbringen.“ Diese Erkenntnis führte zu seinem Wechsel vom FC Bayern.
Das missverständnis beim fc schalke 04
Nach München folgte ein Wechsel zum FC Schalke 04, der sich als Fehlgriff herausstellte. „Das war ein beidseitiges Missverständnis“, räumt Rudy ein. Er betont, dass nicht nur Schalke die Schuld tragen sollte. „Es ist nicht nur Schalke Schuld, dass es schiefgegangen ist - auch ich habe sicherlich dazu beigetragen.“
Persönliche reife und gestärkte persönlichkeit
Trotz der schwierigen Erfahrungen hat Rudy aus seiner Zeit beim FC Schalke viel gelernt. „Ich bin als Persönlichkeit gereift und habe gelernt, besser mit Druck umzugehen. Das hat mich abgehärtet. Seitdem lasse ich vieles nicht mehr so nah an mich heran. Man kann mich nicht leicht unterkriegen.“ Diese Erfahrung habe ihn gestärkt und seine Art, mit Herausforderungen umzugehen, verändert.
