Champions-league-debakel: bayern hadert mit schiri-pfiffen – gräfe schimpft!

München – Der Traum vom Triple ist geplatzt. Der FC Bayern München hat die Chance auf den Einzug ins Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain vergeben. Nach dem 1:1 im Rückspiel lastet nun ein tiefes Unbehagen auf den Verantwortlichen – und vor allem auf Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe, der die Leistungen des Ungaren Csaba Budai, der das Hinspiel leitete, sowie des Portugiesen Joao Pinheiro, der das Rückspiel pfiff, verbal an die Wand nagelte.

Neves' arm: strafstoß oder nicht? die debatte entbrennt

Im Zentrum der Kritik steht eine Szene in der 31. Minute des Rückspiels: Joao Neves, der Pariser Mittelfeldspieler, wurde von einem Schuss seines eigenen Teamkollegen Vitinha am Arm getroffen. Schiedsrichter Pinheiro ließ weiterspielen, obwohl viele Experten und Fans einen Elfmeter für Bayern gefordert hatten. Die Entscheidung wirft ein regeltechnisches Licht auf die immer wieder diskutierte Thematik des Handspiels.

Laut den Richtlinien des International Football Association Board (IFAB) ist ein Handspiel in solchen Situationen nicht strafbar, sofern der Ball nicht direkt im Tor landet oder unmittelbar danach ein Tor erzielt wird. Manuel Gräfe, der die Regel zwar kennt, hält sie im Kontext des Spiels für inakzeptabel: „Es ist eine Farce! Wenn ich den Arm bewusst in die Flugbahn des Balles bewege, ist das strafbar. Der Pariser Spieler hätte dieses Handspiel selbst akzeptiert.“

Gräfe betonte, dass es keinen „Schutzarm“ gibt und dass Schiedsrichter klare Anweisungen erhalten. Er vermutete, dass auch in Paris ein Elfmeterpfiff akzeptiert worden wäre. Die Entscheidung des Schiedsrichters wirft einen Schatten auf das Ergebnis und lässt die Bayern-Fans mit Wut und Frustration zurück.

Gelb-rote karte verweigert: mendes

Gelb-rote karte verweigert: mendes' eingreifen bleibt unbestraft

Doch nicht nur die Neves-Szene sorgte für Unmut. Zwei Minuten zuvor hatte Konrad Laimer den Ball mit dem Bauch angenommen und zu einem Mitspieler spielen wollen. Nuno Mendes, bereits mit Gelb vorbelastet, unterbrach den Pass mit einem abgespreizten Arm. Pinheiro pfiff die Aktion ab, konsultierte den vierten Offiziellen Espen Eskas und entschied auf Freistoß für Paris. Gräfe wetterte: „Nuno Mendes hätte definitiv die Gelb-Rote Karte bekommen müssen! Der noch unerfahrenere Vierte Offizielle hat sich dort eingemischt, obwohl Laimer den Ball nur am Bauch abbekommen hat – das muss Konsequenzen seitens der UEFA haben!“

Auch im Hinspiel gab es umstrittene Entscheidungen. Ein Handspiel von Alphonso Davies wurde von Schiedsrichter Sandro Schärer als strafbar gewertet, was ebenfalls für viel Kritik sorgte. Die Bayern-Fans sehen sich nun von einer Serie fragwürdiger Schiri-Entscheidungen betroffen.

Die UEFA muss nun prüfen, ob die Leistungen der Schiedsrichter den Anforderungen entsprachen. Die Fans fordern Konsequenzen, um sicherzustellen, dass zukünftige Spiele nicht von fehlerhaften Entscheidungen beeinflusst werden. Die Saison endet für den FC Bayern mit einem bitteren Nachgeschmack und der Frage, ob die Schiedsrichterleistung tatsächlich das Halbfinale entschieden hat.

Die Wahrheit ist unbestreitbar: Der FC Bayern München wurde durch eine Verkettung unglücklicher Umstände und fragwürdiger Schiri-Entscheidungen um den Einzug ins Champions-League-Finale gebracht. Ein trauriger Tag für den deutschen Fußball.