Schock in ried: dfb-frauen verpassen wm-qualifikation!

Ein Schock für den deutschen Frauenfußball: Beim 0:0 gegen Österreich in Ried ist die vorzeitige Qualifikation für die WM 2027 im Sand verlaufen. Die Leistung der DFB-Elf war enttäuschend, und nun stehen viele Fragezeichen über der Zukunft des Teams.

Die chancenverfehlung: ein spiel ohne durchschlagskraft

Es war ein Auftritt, der dem hohen Anspruch des DFB-Teams nicht gerecht wurde. Nach dem klaren 5:1-Sieg im Hinspiel hatte Bundestrainer Christian Wück mehr Einsatz und Qualität gefordert. Doch auf dem Platz zeigte seine Mannschaft davon wenig. Fehlpässe, mangelnde Bewegung und ein ideenloses Angriffsspiel prägten die Partie. Die deutsche Offensive tat sich schwer, zwingende Torchancen herauszuspielen. Jule Brand scheiterte nach einer guten halben Stunde an der österreichischen Keeperin Mariella El Sherif, und auch der anschließende Eckstoß fand keinen Weg ins Netz.

„Das war spielerisch keine Glanzleistung“, befand ARD-Expertin Almuth Schult nach dem Spiel. Die fehlende Geschwindigkeit und der fehlende Zug zum Tor waren offensichtlich. Wück versuchte zwar, sein Team von der Seitenlinie aus zu motivieren, doch die Wirkung blieb aus. Die Frustration war ihm deutlich anzusehen.

Rote karte und verletzungspech: ein bitterer abend für die dfb-frauen

Rote karte und verletzungspech: ein bitterer abend für die dfb-frauen

Auch nach der Pause änderte sich wenig am Spielbild. Erst in der 72. Minute entstand eine weitere gefährliche Situation, als Nüsken per Kopf knapp am Tor vorbeizielte. Kurz darauf traf Janina Minge die Latte – ein weiteres Zeichen für die deutsche Harmlosigkeit. Das Unheil schlug dann in der 79. Minute zu, als Kapitänin Janina Minge nach einer Notbremse die rote Karte sah. In Unterzahl hielt Deutschland das 0:0, muss sich aber eingestehen, dass es ein glücklicher Punkt war.

Das Ergebnis ist nicht nur sportlich enttäuschend, sondern wirft auch neue Fragen auf. Hinzu kommen noch personelle Sorgen: Giulia Gwinn war bereits vor dem Spiel verletzt ausgefallen, und auch Vivien Endemann musste angeschlagen vom Platz. Während bei Gwinn zumindest Entwarnung gegeben wurde (auskugelte Schulter, keine OP erforderlich), steht bei Endemann noch eine genaue Diagnose aus. Die Mannschaft muss nun zusammenhalten und sich auf die kommenden Herausforderungen konzentrieren. Aber eines ist klar: Der Rückschlag in Ried wird lange nachwirken.

Die Nullnummer gegen Österreich markiert zudem einen historischen Tiefpunkt: Erstmals gab die DFB-Frauen gegen die Alpenländer Punkte ab.

Die Mannschaft muss sich nun neu sammeln und die Fehler analysieren, um im Rennen um die WM-Qualifikation nicht den Anschluss zu verlieren. Der Druck auf Wück und das Team steigt, und die Fans fordern eine deutliche Leistungssteigerung.