Rico gredig fällt vor playoffs aus – davos verliert zug-transfer
Die Playoff-Träume des HC Davos bekommen einen Riss: Rico Gredig, der 21-jährige Linksaußen, zog sich im Training eine Handgelenksverletzung und fällt für die gesamte Postseason aus. Die Operation steht an, die Saison ist für ihn vorbei – und das genau in dem Moment, als Davos auf seine Frische setzen wollte.
Der zeitpunkt trifft davos mitten ins herz
Die Bündner hatten Gredig erst kürzlich wieder in die zweite Reihe befördert, nachdem er in 47 Partien sieben Punkte gesammelt und vor allem mit Tempogegenstößen für Unruhe gesorgt hatte. Nun fehlt ihm die Chance, gegen seinen künftigen Arbeitgeber EV Zug zu glänzen – ein kleiner Seitenhieb des Schicksals, denn genau diese Partie hätte seine Visitenkarte werden können.
Trainer Christian Wohlwend muss umbauen. Er verliert nicht nur einen Spieler, sondern eine ganze taktische Option: Gredigs Direktschuss und sein starkes Forechecking passten perfekt in das aggressive Davos-System. Ohne ihn rückt wohl Alessio Bertaggia eine Spur nach vorn, doch dessen Spiel ist weniger explosiv, dafür stärker in der Defensive. Die Frage ist: Verzichtet Davos nun auf Tempo oder auf Tiefe?

Die verletzung offenbart eine strukturelle schwäche
Seit Jahren kämpft der Klub mit der Durchwachsenheit des Nachwuchsbetriebs. Gredig galt als Paradebeispiel für die gelungene Mischung aus Eigengewächs und Leihgeschäft – er kam über die Swiss League zurück, hatte sich durchgebissen und sollte in den Playoffs den Sprung in die erste Reiie wagen. Diese Entwicklung ist jäh gestoppt.
Die medizinische Abteilung rechnet mit einer Ausfallzeit von acht Wochen. Das bedeutet: Selbst wenn Davos das Halbfinale erreicht, wäre Gredig nicht einsatzbereit. Und das in einer Saison, in der die Lücken zwischen den Top-Teams minimal sind. Ein einzelner Ausfall kann über Sieg oder Niederlage entscheiden – das weiß auch Sportchef Jan Alston, der auf dem Transfermarkt nicht mehr nachlegen kann.
Für Gredig selbst ist der Schlag doppelt hart: Er verpasst nicht nur die Playoffs, sondern auch die U21-Weltmeisterschaft im Mai, für die er eigentlich ins Nationalteam berufen worden wäre. Stattdessen schaut er von der Tribüne und beginnt früher als geplant die Sommervorbereitung in Zug. Dort erwartet man ihn trotzdem mit offenen Armen – schließlich haben die Zentralschweizer lange Zeit auf einen kaltschnäuzigen Abschluss spekuliert. Nun bekommen sie einen Spieler, der hungriger ist denn je.
