Prestianni-affäre eskaliert: fifa verhängt weltweiten sperrvertrag!
Ein Schock für den portugiesischen Fußball und ein herber Schlag für Benfica Lissabon: Gianluca Prestianni, der junge argentinische Angreifer, wird nun weltweit für sechs Spiele gesperrt. Die FIFA hat die Entscheidung der UEFA übernommen und damit die Kontroverse um das Verhalten des Spielers im Champions-League-Duell gegen Real Madrid weiter angeheizt.

Die eskalation nach madrids vorwurf
Noch Ende April hatte der UEFA-Kontrollausschuss eine Sperre von sechs Spielen gegen Prestianni verhängt, nachdem dieser sich im Achtelfinal-Hinspiel gegen Real Madrid angeblich diskriminierend verhalten hatte. Der Vorfall, der sich am 17. Februar ereignete, sorgte für Empörung, als Prestianni sich während des Spiels die Hand vor den Mund hielt und sich dem Real-Madrid-Spieler Vinícius zuwandte, der sich daraufhin bei dem Schiedsrichter über beleidigende Äußerungen beklagte. Vinícius warf Prestianni vor, ihn als „Affen“ bezeichnet zu haben. Die UEFA leitete daraufhin eine Untersuchung ein, die nun zur Sperre führt.
Die FIFA hat nun, auf Antrag der UEFA, den Ausschluss von Prestianni auf globaler Ebene bestätigt. Gemäß Artikel 70 des Disziplinar-Kodex der FIFA ist dies möglich, um sicherzustellen, dass die Sanktionen nicht nur auf europäische Wettbewerbe beschränkt sind. Das bedeutet für Prestianni: Er könnte damit auch an der Weltmeisterschaft teilnehmen, sollte er für sein Land nominiert werden. Ein Szenario, das angesichts der Schwere der Anschuldigungen und der nun verhängten Strafe äußerst unwahrscheinlich erscheint.
Der Agent des Spielers versucht, die Situation herunterzuspielen: „Gianluca ist ein schwieriger Spieler, ein Pferd, das man nur schwer zähmen kann“, erklärte sein Berater gegenüber Medienvertretern. Diese Aussage hat in der Fußballwelt für zusätzliche Kontroverse gesorgt und den Eindruck erweckt, dass Prestiannis Verhalten nicht ausreichend hinterfragt wird. Die UEFA hatte die Untersuchung auf Basis der Schilderung von Vinícius und Zeugenaussagen gestartet. Die FIFA hat nun, ohne weitere Ermittlungen, die Strafe bestätigt. Ein fragwürdiges Vorgehen, das für Kritik sorgt.
Die Entscheidung der FIFA wirft Fragen nach dem Umgang mit Rassismus und Diskriminierung im Fußball auf. Während einerseits die Null-Toleranz-Politik begrüßt wird, andererseits wird kritisiert, dass die Beweislage in diesem Fall lückenhaft ist und Prestianni möglicherweise zu Unrecht bestraft wird. Fest steht: Der junge Argentinier hat sich damit selbst ein Eigentor gebacken und seine Karriere gefährdet. Die Zukunft von Gianluca Prestianni in der Welt des Fußballs hängt nun in der Schwebe.
